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14. Juni 2013 | Marlehn Thieme, Vorsitzende des RNE, im Gespräch mit recyclingnews

„Weniger verbrauchen, mehr nutzen“

Gelebte Verantwortung: Mehr als 240 Initiativen, Unternehmen und Kommunen präsentieren vom 15. bis zum 21. Juni ihre Visionen einer lebenswerten Zukunft. Anlass ist die „Deutsche Aktionswoche Nachhaltigkeit“ des Rats für Nachhaltige Entwicklung (RNE). Die Vorsitzende des RNE Marlehn Thieme spricht mit recyclingnews über 100-prozentige Kreislaufführung, mögliche Stellschrauben in Politik und Industrie und klare Signale für Nachhaltigkeit.

Frau Thieme, angesichts wachsender Ressourcenknappheit empfiehlt der RNE eine Neuausrichtung der Rohstoffpolitik und hat die Vision einer 100-prozentigen Kreislaufführung ausgegeben. Wie nah sind wir in Deutschland dieser Vision bis heute gekommen?
Marlehn Thieme: Visionen wie die einer 100-prozentigen Kreislaufwirtschaft sind wichtige Treiber einer nachhaltigen Entwicklung. Dabei müssen wir aber pragmatisch sein: Schon allein aufgrund physikalischer Gesetzmäßigkeiten ist eine solche Quote bei manchen Stoffen nicht ganz machbar. Innerhalb dieser Grenzen des Möglichen 100 Prozent zu erreichen kann und sollte aber das Ziel sein.

Rein quantitativ haben wir das Ziel schon zu knapp zwei Dritteln erreicht: Die stoffliche Verwertungsquote in Deutschland liegt bei etwa 62 Prozent. Damit sind wir international nahezu Spitzenreiter. Verwertung ist aber nicht gleich Recycling, sondern schließt die energetische Verwertung, also die Verbrennung, mit ein. Um der 100-Prozent-Vision näher zu kommen, reicht eine Erhöhung der Recyclingquoten allein nicht aus.

Was kann aus Ihrer Sicht darüber hinaus geschehen?
Marlehn Thieme: Besonders wichtig ist, Abfall erst gar nicht entstehen zu lassen. Hier sehe ich in Deutschland noch großes Potenzial. Von Lebensmitteln über Elektronik bis zu Kunststoffen: Es entsteht nach wie vor zu viel Abfall. Schaffen wir es, den Durchsatz an Stoffen zu verringern, Abfälle zu vermeiden und Recycling verschiedenster Stoffe wirtschaftlich lohnend zu machen, kommen wir der Vision einer 100-prozentigen Kreislaufwirtschaft ein gutes Stück näher. Hier sind sowohl die Konsumenten als auch die Produzenten gefragt, unterstützt durch die richtigen politischen Rahmenbedingungen.

Der Umgang mit strategischen Rohstoffen wie Gold oder Seltene Erden ist entscheidend für ein ressourcenarmes Land wie Deutschland. Wo liegen Ihrer Ansicht nach aktuell die wichtigsten Stellschrauben, um die effiziente Wiederverwertung dieser Materialien in Zukunft zu ermöglichen und ihre Verbrennung zu verhindern?
Marlehn Thieme: Deutschland ist nicht ressourcenarm – zumindest nicht mehr: Durch das hohe Niveau an Industrialisierung und Technisierung haben wir sehr viele Rohstoffe im Land, auch Edelmetalle und Seltene Erden. Die Herausforderung besteht allerdings darin, an diese Rohstoffe heranzukommen. In 10 bis 15 Jahren wird es ein enormes Aufkommen an Elektroschrott geben, wenn zum Beispiel viele der in den letzten Jahren produzierten Flachbildschirme ans Ende ihrer Nutzungsdauer gelangen. Diese Ströme an Altgeräten müssen wir als Ressource verstehen. Bislang ist es sehr schwierig, an die verbauten Rohstoffe heranzukommen. Hier fehlt zum einen die nötige Recycling-Technologie, zum anderen erschwert aber auch die Bauweise der Geräte das Recycling immens.

Um dem zu begegnen, kann an Stellschrauben gedreht werden – hier ist insbesondere die Politik gefragt. Mithilfe einer EU-weiten Ökodesign-Richtlinie können Produkte auf Nachhaltigkeit getrimmt werden, etwa indem vorgeschrieben wird, dass sie leicht zerlegbar und die Einzelteile leichter zugänglich sind. So können einzelne Komponenten weiter- bzw. wiederverwendet und wertvolle Rohstoffe im Kreis geführt werden.

Und wo sehen Sie die Aufgabe der Industrie?
Marlehn Thieme: Auch die Industrie kann auf dem Weg zur Kreislaufwirtschaft aktiv werden, beispielsweise mit neuen Geschäftsmodellen, die nicht steigende Absatzzahlen und damit materiellen Durchsatz zum Gegenstand haben, sondern den Fokus auf die Nutzungsdauer von Produkten legen – in Verbindung mit einem Preismodell, das Langlebigkeit wirtschaftlich lohnend macht.

Die Wiedergewinnung von Edelmetallen und Seltenen Erden aus Altgeräten ist bislang zu aufwendig und zu kostspielig. Damit sich das wirtschaftlich lohnt, müssen die entsprechenden Technologien und Verfahren marktfähig gemacht werden. Die Unternehmen können zu ihrem eigenen Nutzen selber aktiv werden. Aber auch die Politik kann hier die richtigen Anreize setzen.

Um in diesem Bereich schnell voranzukommen, wünsche ich mir, dass ein intensiver Dialog zwischen Politik, Industrie und Forschung in Gang kommt. Je besser die Aktivitäten der Akteure aufeinander abgestimmt sind, desto schneller können die richtigen Lösungen entwickelt werden. Schließlich bedeutet Kreislaufwirtschaft, dass alle Akteure eine gemeinsame Verantwortung für die vorhandenen Rohstoffe übernehmen und daraus ihr Handeln ableiten.

Aktuellen Studien zufolge ist der Markt für nachhaltige Geldanlagen seit 2011 um 16 Prozent gewachsen. Inwieweit kann die Recyclingindustrie von dieser Entwicklung profitieren und ihr Geschäft für nachhaltig ausgerichtete Investoren noch attraktiver gestalten?
Marlehn Thieme: Indem sie selbst engagiert in die Offensive geht und Transparenz herstellt. Über ihre Leistungen, die unternehmerischen Chancen, aber auch die Risiken, die damit verbunden sind. Denken Sie an die Überkapazitäten in Deutschland und den demografischen Wandel, der die Bevölkerung und damit das Müllaufkommen eher schrumpfen lässt. Was heißt das für die Zukunftsfestigkeit der Branche? Das interessiert Investoren.

Nachhaltigkeitsberichte sind ein Baustein, um ein Plus an Transparenz und Glaubwürdigkeit zu bewirken. Doch das Risiko des „Greenwashings“ wird damit nicht vollständig aus der Welt geschafft. Welches Engagement erwarten Sie von Unternehmen und Organisationen über den Nachhaltigkeitsbericht hinaus?
Marlehn Thieme: Ich erwarte ganz klar, dass sie den Deutschen Nachhaltigkeitskodex (DNK) unterstützen. Diese standardisierte, auch für Einsteiger machbare Form der Information lässt wenig Raum für Ablenkungsmanöver und setzt auf Wirkung am Markt. Der DNK wurde für den Kapitalmarkt und gemeinsam mit Investoren geschaffen. Wer Investoren für das eigene Geschäftsmodell interessieren will, sollte dieses Instrument nutzen.

Zwischen dem 15. und 21. Juni ruft der Nachhaltigkeitsrat zur Deutschen Aktionswoche Nachhaltigkeit auf. Jede Gesellschaftsgruppe ist zur Teilnahme aufgefordert, von Kindern über Verbände bis hin zu Ministerien und Unternehmen. Wie wollen Sie das inzwischen recht abgenutzte Konzept „Nachhaltigkeit“ neu beleben?
Marlehn Thieme: Nachhaltigkeit ist aktueller denn je: Die vielen selbstorganisierten Veranstaltungen zur Aktionswoche zeigen, wie vielfältig das Engagement sein kann, dass es auf das eigene Handeln ankommt und dass jeder etwas tun kann. Der ressourcenschonende und klimaneutrale Umbau unserer Gesellschaft und Wirtschaft wird nur funktionieren, wenn alle gleichermaßen Verantwortung übernehmen. Immer mehr Unternehmen erkennen, dass ihr Geschäftsmodell sozialen und ökologischen Kriterien gerecht werden muss. Als Kunden können wir hier klare Signale geben. Insgesamt gilt, dass wir zukünftig weniger verbrauchen, sondern mehr nutzen und teilen müssen.

Frau Thieme, vielen Dank für das Gespräch.

(Foto: Rat für Nachhaltige Entwicklung)

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