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24. April 2008 |

Heavy Metal

Metall ist gefragt wie nie. In den Industrie- und erst recht in den Schwellenländern wächst der Bedarf an Rohstoffen und kann längst nicht mehr durch Primärrohstoffe gestillt werden. Durch Recycling werden in Abfällen verborgene Ressourcen gefördert - urban mining heißt das moderne Schlagwort. Doch das Prinzip ist nicht neu: Die Knappheit und der hohe Wert des Rohstoffs haben zu immer neuen Spielarten dessen geführt, was wir heute Recycling nennen.
Recycling im Spiegel der Zeit, Teil 2

24.04.2008 – Metall ist gefragt wie nie. In den Industrie- und erst recht in den Schwellenländern wächst der Bedarf an Rohstoffen und kann längst nicht mehr durch Primärrohstoffe gestillt werden. Durch Recycling werden in Abfällen verborgene Ressourcen gefördert – urban mining heißt das moderne Schlagwort. Doch das Prinzip ist nicht neu: Die Knappheit und der hohe Wert des Rohstoffs haben zu immer neuen Spielarten dessen geführt, was wir heute Recycling nennen.

Recycling kann vieles sein, etwa die Aufarbeitung von unbrauchbar gewordenen Gebrauchsgegenständen. Die Steinzeitmenschen beispielsweise warfen ihre abgewetzten Faustkeile natürlich nicht weg. Sie schärften das Werkzeug nach oder klopften Schabemesser daraus zurecht. Recycling ist seit jeher auch das Umarbeiten von Gegenständen. So steht bereits im Alten Testament „Dann schmieden sie Pflugscharen aus ihren Schwertern und Winzermesser aus ihren Lanzen.“ Fortschrittliche Technologien ermöglichten später das Einschmelzen von Metall, um aus Schrott völlig neue Produkte herzustellen. Für all diese Recyclingkreisläufe haben Archäologen zahllose Belege ausgegraben, manche sind in antiken Schriften dokumentiert.

Seit der Mitte des 1. Jahrhunderts n. Chr. befand sich vor den Toren der Colonia Augusta Raurica am Rheinufer zwischen den heutigen Orten Herten und Wyhlen eine römische Siedlung. Bei Ausgrabungen Anfang der 1990er Jahre wurde Eisenschrott in Form von Türangeln, Sensen, Schlüsseln, Äxten, Gewichten, Werkzeugen und Küchengeräten entdeckt, die offensichtlich eine neue Verwendung finden sollten. Auch Bronzegegenstände wurden dort eingeschmolzen. Im 3. Jahrhundert brannte die antike Recyclingwerkstatt ab und wurde nicht mehr aufgebaut. Davon zeugen gefundene Münzen, deren jüngste im Jahr 246 geprägt wurde.

Die Zeit der Völkerwanderung, der Übergang von der Antike zum Mittelalter, war begleitet vom Niedergang der römischen Wirtschaftsstrukturen. In Germanien kam es zu Engpässen bei der Versorgung mit Gütern und Rohstoffen. Zu dieser Zeit kam es auch zum wohl größten dokumentierten Altmetallhandel der Geschichte: dem Recycling des Koloss von Rhodos.

Im Jahr 654 n. Chr. verkaufte der Gouverneur von Syrien Muawiya I. eines der sieben Weltwunder an einen Händler aus dem türkischen Edessa. Zuvor hatte der bronzene Koloss von Rhodos, eingeknickt bei einem Erdbeben, 890 Jahre lang am Boden gelegen. Alle Bemühungen, den Koloss wieder auf die Beine zu stellen, hatten sich zerschlagen. Nun wurde er in Stücke zerteilt und zum kleinasiatischen Festland verschifft. Für den Transport zu den Schmelztiegeln in orientalischen Werkstätten wurden der Überlieferung nach 900 Lastkamele benötigt.

Altmetall wurde in ganz Europa, in der ganzen Welt gehandelt und verwertet. Durch das ständige Einschmelzen verschiedener Legierungen und die zunehmende Beigabe von Blei zur Streckung sank jedoch die Materialqualität. „Umnutzung“ war daher die einfachste, mit geringstem Aufwand verbundene Art von Recycling. Das belegen frühe Funde, etwa die zu einer Harpune umgearbeitete bronzene Lanzenspitze, die in Franzheim (Bayern) geborgen wurde.

Schmiede waren im Mittelalter hoch angesehen. Aus glühenden Rohlingen schmiedeten sie alltägliche Gebrauchsgegenstände und Waffen. Was unbrauchbar geworden war, wurde umgeschmiedet. Aus der Erkenntnis, dass aus Alteisen geschmiedete Schwerter viel haltbarer, flexibler und schnitthaltiger waren als jene aus einem frischen Stück Eisen, entstand der europäische Damaststahl. Auch in der Nibelungensage wird das zerbrochene Schwert Siegmunds von seinem Sohn Siegfried und dem Schmied Mime neu geschmiedet. Es war also wohl weniger die Magie des Erbstücks als vielmehr die Qualität des Stahls, die das Schwert zu einer ganz besonderen Klinge machte.

Eine wichtige Rolle in der Geschichte des Metallrecyclings spielten auch die Kesselflicker, die von Dorf zu Dorf zogen: „Gemessenen Schrittes ging er mit einer Schelle durch den Ort. Alle kannten dieses Signal, das besagte: Hört zu, ihr Besitzer von verbeulten, undichten, durchlöcherten Pfannen, Töpfen, Kesseln und Bettflaschen, er ist wieder da, der Kesselflicker!“ – so in einer Erzählung aus der Eifel. Natürlich stand dieses fahrende Volk bei Weitem nicht in so hohem Ansehen wie der Dorfschmied, und doch erfüllten die Reparaturhandwerker überall in Europa eine wichtige Funktion im Wirtschaftsleben.

Und noch jemand wanderte von Ort zu Ort und von Tür zu Tür über die Jahrhunderte hinweg: der Schrottsammler, auch Klüngelskerl genannt. Bis in die frühe Neuzeit zogen sie mit ihren Pferdewagen oder Handkarren los, um unbrauchbare Dinge einzusammeln, die die Bürger loswerden wollten, meist Haushaltsschrott, bei dem die Kunst des Kesselflickers nichts mehr ausrichten konnte. Von Altwarenhändlern bekam der Klüngelskerl Geld für sein Sammelgut – eine Kreislauf- und zugleich Nischenökonomie, die so manchem eine Existenzgrundlage bot. Später verschwanden die Schrottsammler von der Bildfläche – um heute, im 21. Jahrhundert, wieder aufzutauchen. Denn scheinbar wertloser Schrott hat plötzlich wieder einen Wert.

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