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19. Mai 2014 |

Bundesumweltministerin Hendricks und Israels Umweltminister Peretz zu Besuch bei ALBA

Gemeinsame Besichtigung der Berliner Sortieranlage für Leichtverpackungen. Politiker überzeugen sich von hohen Standards deutscher Recyclingtechnologie.
Deutsches Recycling stößt auf internationales Interesse

19.05.2014 – Berlin. Vor dem Hintergrund zahlreicher anstehender Gesetzgebungsvorhaben für ein besseres Recycling besuchten heute Bundesumweltministerin Dr. Barbara Hendricks (SPD) und der israelische Umweltminister Amir Peretz die Sortieranlage der ALBA Group für Wertstoffe und Leichtverpackungen in Berlin-Mahlsdorf. In Anwesenheit von Dr. Eric Schweitzer, Vorstandsvorsitzender der ALBA Group, überzeugten sich die beiden Politiker vom hohen Standard der deutschen Recyclingtechnologie.

In der Mahlsdorfer Anlage werden pro Jahr rund 140.000 Tonnen Abfälle aus der Sammlung der Berliner Wertstofftonne sowie aus den Sammlungen der dualen Systeme aus angrenzenden Bundesländern sortiert. Das Berliner Modell der Wertstofftonne wurde im Januar 2013 als Gemeinschaftsprojekt von ALBA und den Berliner Stadtreinigungsbetrieben eingeführt. „Die erweiterte Wertstofferfassung funktioniert in Berlin ausgezeichnet und ist in dieser Form wegweisend für viele Kommunen in Deutschland. Die hier erfolgreich praktizierte Zusammenarbeit zwischen privaten und kommunalen Partnern auf Basis der bestehenden Verpackungsverordnung ist ein Beleg dafür, dass es für die flächendeckende Einführung der Wertstofftonne keines Wertstoffgesetzes bedarf“, so Dr. Eric Schweitzer, Vorstandsvorsitzender der ALBA Group.

Ein neues und absehbar langwieriges Gesetzgebungsverfahren würde, so Schweitzer, keine Vorteile für den Recyclingstandort Deutschland bringen. Diese Erfahrung hätten alle Beteiligten bei der Neufassung des Kreislaufwirtschaftsgesetzes gemacht. Dieses Gesetz habe nicht für zusätzliche Investitionen in die Kreislauf- und Sekundärrohstoffwirtschaft gesorgt, sondern stattdessen zu endlosen Auseinandersetzungen zwischen privaten Entsorgern und Kommunen geführt.

Die Berliner Sortieranlage der ALBA Group, die im Jahr 2005 eröffnet wurde, vereint modernste Umwelttechnologie mit über 45-jährigem Know-how von ALBA. So genannte Wertstofftrenner separieren beispielsweise die in einer Halle angelieferten Abfälle in die unterschiedlichen Fraktionen, wie Kunststoffarten, Metalle etc. Modernste Technik ermöglicht es, schnell und flexibel auf Modifikationen des angelieferten Materials zu reagieren. Die so wiedergewonnenen Wertstoffe entsprechen höchsten Qualitätsanforderungen und werden so nach der Sortierung in Ballen gepresst zum begehrten Rohstoff in der Verwertung.

Neben der Besichtigung der Mahlsdorfer Sortieranlage besuchte Amir Peretz auch das Versorgungs- und Entsorgungszentrum (VEZ) am Potsdamer Platz sowie die Anlage zur Produktion von Grüner Kohle aus Restabfällen, die die ALBA Group gemeinsam mit den Berliner Stadtreinigungsbetrieben in Berlin-Reinickendorf betreibt.

Das VEZ, das von ALBA seit 1998 betrieben wird, ist das zentrale Logistikzentrum für den Potsdamer Platz. 15 Meter unter der Oberfläche werden auf 4.800 Quadratmetern sämtliche Waren für die 30 Restaurants, zwei Hotels und 130 Geschäfte am Potsdamer Platz von täglich 160 Lkw angeliefert und dann verteilt. Parallel dazu wird hier der gesamte anfallende Abfall erfasst und entsorgt – 3.000 Tonnen pro Jahr.

Die Reinickendorfer MPS-Anlage bereitet Abfall in einem modernen, eigens von ALBA entwickelten Verfahren auf. Das angelieferte Material wird zerkleinert, getrocknet und in verwertbare Komponenten getrennt. Die nicht für das Recycling geeigneten Bestandteile werden anschließend zu Ersatzbrennstoffen, so genannter Grüner Kohle, verarbeitet, die in Kraftwerken zum Einsatz kommen und dort fossile Energieträger ersetzen.

Peretz nach der Führung: „Wir sind sehr froh, dass wir hier waren. Die Anlagen sind sehr beeindruckend. Wenn ich die großen Rohstoffballen sehe, weiß ich, dass es sich lohnt, auch bei uns zu Hause den Schritt zur Trennung und Aufbereitung von Abfällen zu gehen. In Israel wird noch 80 Prozent des Abfalls vergraben, das zeigt, wieviel Arbeit wir noch vor uns haben. Aber wir sind auf dem Weg.“ (SJ)

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(Foto: ALBA Group)

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