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16. Mai 2012 |

INTERSEROH SE: Ergebnisplus trotz Margendruck

16.05.2012 - Die INTERSEROH SE verbesserte in den ersten drei Monaten des laufenden Geschäftsjahres auf Ebene der Gruppe sein Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) von gut 6,9 Mio. Euro im ersten Quartal 2011 auf 7,3 Mio. Euro in den Monaten Januar bis März 2012.
Zwischenmitteilung zum 1. Quartal 2012

16.05.2012 – Köln. Der börsennotierte Umweltdienstleister und Rohstoffhändler INTERSEROH SE verbesserte in den ersten drei Monaten des laufenden Geschäftsjahres auf Ebene der Gruppe sein Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) von gut 6,9 Mio. Euro im ersten Quartal 2011 auf 7,3 Mio. Euro in den Monaten Januar bis März 2012.

Das Ergebnis vor Ergebnisanteilen an assoziierten Unternehmen, Zinsen und Ertragsteuern (EBIT) belief sich auf 9,7 Mio. Euro (Vorjahresvergleichswert: 10,1 Mio. Euro).

Der konsolidierte Konzernumsatz der Gruppe sank im ersten Quartal 2012 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 561,5 Mio. Euro auf 553,3 Mio. Euro.

„Die Interseroh-Gruppe hat sich im ersten Quartal 2012 gut behauptet“, so Vorstandschef Dr. Axel Schweitzer. „Beispielsweise ist es uns gelungen, die gehandelten Mengen im Bereich der Eisen-Metalle zu erhöhen, obwohl die Rohstahlproduktion in Deutschland fünf Prozent unter dem Vorjahresvergleichswert lag. Auch die Tonnage der Nichteisen-Metalle wuchs. Die Bereinigung des Vertragsportfolios um renditeschwache Kunden im Verkaufsverpackungsrecycling hat zu einem Ergebnisplus im Segment Dienstleistung geführt.“

Gegenüber dem Bilanzstichtag 31. Dezember 2011 hat sich im ersten Quartal 2012 das Working Capital erhöht. Ursächlich hierfür sind im Wesentlichen die gestiegenen Einkaufs- und Verkaufspreise in den Märkten für Stahl- und Nichteisenmetall-Schrott. Folglich erhöhte sich auch die Bilanzsumme. Der Nettofinanzmittelbestand – definiert als Saldo aus Forderungen und Verbindlichkeiten aus dem Cash Pooling mit der ALBA Group, kurz- und langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sowie flüssigen Mitteln – bewegte sich auf dem Niveau zum Stichtag 31. Dezember 2011.

Entwicklung der Segmente

Der Umsatz im Geschäftsbereich Stahl- und Metallrecycling kletterte von 444,8 Mio. Euro im ersten Quartal 2011 auf 474,1 Mio. Euro in den ersten drei Monaten des laufenden Geschäftsjahres.

Die Rohstahlproduktion der deutschen Stahlindustrie lag im abgelaufenen Quartal fast 5 Prozent unter dem Vergleichswert des Vorjahres. Dennoch gelang es Interseroh, die gehandelte Tonnage an Stahlschrott zu steigern. Ursächlich hierfür ist die Optimierung der Vertriebswege.

Die Stahlschrottpreise stiegen im Vergleich zu den letzten Monaten des vergangenen Jahres, lagen jedoch unter dem Niveau des 1. Quartals 2011. So sank beispielsweise der durchschnittliche Lagerverkaufspreis der Leitschrottsorte 2 von 335,00 Euro pro Tonne in den ersten drei Monaten 2011 auf 327,40 Euro pro Tonne im ersten Quartal 2012.

Während die Preise für Stahlschrotte nach einem Anstieg im Januar 2012 relativ stabil blieben, waren die Preise für Nichteisen-Metalle während des gesamten Berichtszeitraums von hoher Volatilität gekennzeichnet. Die rückläufigen Wachstumsdaten in China führten im ersten Quartal zu einer schwierigen Absatz- und Beschaffungssituation im Markt der Nichteisen-Metalle. Dennoch gelang es Interseroh auch hier, die verkauften Mengen an Nichteisen-Metallen zu erhöhen.

Die Margen im Segment Stahl- und Metallrecycling standen aufgrund des intensiven Wettbewerbs unter Druck.

Die INTERSEROH Stainless Steel GmbH, Dortmund, hat zum 1. März 2012 die Vermögenswerte des Geschäftsbereiches „Legierte Schrotte“ der INTERSEROH NRW GmbH, Dortmund, erworben und den operativen Betrieb mit legierten Schrotten aufgenommen.

Das Segment Dienstleistung erwirtschaftete im 1. Quartal 2012 einen Umsatz von 81,6 Mio. Euro (Vorjahresvergleichswert: 119,2 Mio. Euro). Die Bereinigung des Vertragsportfolios um renditeschwache Kundenverträge im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2011 führte zu einer deutlichen Reduzierung von Marktanteil und Umsatz im Bereich der Verkaufsverpackungen. Dem gegenüber stand ein Anstieg des Ergebnisses.

Den Erfolg von Interseroh im Transportverpackungsrecycling kennzeichneten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum eine gestiegene Lizenzierungsmenge und damit höhere Umsatz- und Ergebnisbeiträge. Grund dafür war im Wesentlichen der höhere private Konsum. Auch die Akquisition von Neukunden lieferte einen Beitrag zur positiven Entwicklung.

In der Rücknahme bepfandeter Einwegverpackungen mussten erwartungsgemäß Umsatz- und Ergebniseinbußen hingenommen werden. Ursächlich dafür waren im Wesentlichen das Insourcing von Clearingleistungen, Logistik, Vermarktung und „Zählen“ bei einigen Kunden.

Weitere Branchenaussichten

Im Bereich der Nichteisen-Metalle erwartet das Management derzeit keine Verbesserung. „Im Handel mit Eisenschrott sind wir verhalten optimistisch“, so Vorstandschef Dr. Axel Schweitzer. „Zwar wird die Stahlkonjunktur im laufenden Geschäftsjahr voraussichtlich weniger volatil sein als 2011, doch der Blick nach vorn bleibt aufgrund des fragilen ökonomischen Umfeldes mit Unsicherheiten verbunden.“

Neben dem weiteren Ausbau bestehender Services sei für das Segment Dienstleistung vor allem der europäische Markt interessant. Mit den Rücknahmesystemen will Interseroh auch in anderen europäischen Ländern Fuß fassen, zum Beispiel in Italien. Das Know-how im Bereich Verpackungsrecycling sei für das Wachstum in anderen EU-Ländern eine exzellente Basis.

„Auch wenn wir in beiden Segmenten mit intensivem Wettbewerb und Druck auf die Margen rechnen, so sind wir überzeugt davon, dass wir mit Interseroh sehr gut im Markt positioniert sind. Wir werden Zukunftstrends wie das nachhaltige Schließen von Kreisläufen mitgestalten und unsere Funktion als Rohstoffpartner der Industrie weiter ausbauen“, fasste Schweitzer zusammen.

(Foto: Stauke/fotolia.com)

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