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12. September 2011 |

toom Baumarkt führt Farbeimer aus nahezu 100 Prozent recyceltem Kunststoff ein

12.09.2011 - Die toom Baumärkte (REWE Group) bieten erstmals einen Farbeimer an, der zu fast 100 Prozent aus recyceltem Kunststoff besteht.
Innenraumfarbe mit positiver CO2-Bilanz

12.09.2011 – Köln. Die toom Baumärkte (REWE Group) bieten erstmals einen Farbeimer an, der zu fast 100 Prozent aus recyceltem Kunststoff besteht. Gemeinsam mit dem führenden europäischen Farbenhersteller J.W. Ostendorf sowie den Recyclingprofis von Interseroh ist es damit gelungen, ein Produkt anzubieten, das zu nahezu 100 Prozent aus „Material aus der gelben Tonne“ hergestellt ist – und das in seinen Materialeigenschaften Produkten aus Neuware entspricht.

Insgesamt werden deutschlandweit mehr als 320 toom Baumärkte den Farbeimer einführen. Zunächst wird der Farbeimer in Verbindung mit weißer Wandfarbe angeboten, eine Erweiterung des Produktportfolios ist aber nicht ausgeschlossen.

Detlef Riesche, als Geschäftsführer von toom Baumarkt für das Nachhaltigkeitsengagement des Unternehmens verantwortlich, erklärt, wieso man sich für dieses Material bei der Verpackung seiner beliebten Wandfarbe der Qualitätsmarke toom entschieden hat: „toom und die gesamte REWE Group stellen Nachhaltigkeit in den Vordergrund ihres Handelns – selbstverständlich auch bei unseren Produkten. So bedeutet die Verwendung eines Gebindes aus 100 Prozent recyceltem Kunststoff den logischen nächsten Schritt bei den toom Premiumfarben, die durch das PRO PLANET-Label bereits als Produkte mit einer ökologischen Mehrleistung ausgewiesen werden. Das Interessante an dem Werkstoff Procyclen ist, dass er zu fast 100 Prozent aus alten Kunststoffen aus der gelben Tonne hergestellt ist – und trotzdem die Produktion von so anspruchsvollen Objekten wie Farbeimern ermöglicht.“

Genau das war bislang ein Punkt, weshalb recycelte Kunststoffe vornehmlich für technisch weniger anspruchsvolle Produkte verwendet wurden, erklärt Kai Bastuck, Geschäftsführer der verantwortlichen INTERSEROH Pool GmbH. „Konstante Qualität und Verfügbarkeit waren bislang immer Ausschlusskriterien für recycelte Kunststoffe. Durch unser neuartiges Verfahren haben wir es aber geschafft, dass nun erste Produkte aus Procyclen Einzug in die Geschäfte halten.“ Durch die garantiert hohen Qualitätsstandards von Procyclen, besonders in den technischen Materialkenndaten brauchen Kunststoffverarbeiter auch nicht mehr vor recyceltem Kunststoff zurückschrecken, so Bastuck.

Hohe Versorgungssicherheit – stabiler Preis

Das bestätigt auch Dr. Hans-Joachim Weintz, Direktor der technischen Unternehmensentwicklung bei J.W. Ostendorf: „Während die Verwertbarkeit von recycelten Kunststoffen lange Zeit ein Problem für die Maschinen darstellte, gibt es mit Procyclen heute eine funktionierende Alternative, die den hohen Anforderungen an die mechanischen und hygienischen Eigenschaften für die Verwendung von Farbgebinden voll entspricht.“ Außerdem sprächen neben den Qualitätsparametern noch zwei weitere entscheidende Kriterien für Procyclen: „Die Versorgungssicherheit sowie stabile Preise.“
Denn Interseroh gewinnt seine Rohstoffe aus den Gelben Tonnen, die in jeder Stadt am Straßenrand stehen. Kai Bastuck von Interseroh: „Diese Wertstoffe wird es immer geben. Somit bieten wir eine hohe Versorgungssicherheit zu kalkulierbaren Kosten.“ Und nicht zuletzt trägt die Verwendung von recycelten Rohstoffen zu nachhaltigem Verhalten bei: Denn die weggeworfenen Einwegverpackungen aus den Gelben Tonnen werden in den Produktionskreislauf zurückgeführt und natürliche Ressourcen geschont, was sich nachhaltig positiv auf die CO2-Bilanz auswirkt.

Der Eimer ist erst der Anfang

Interseroh sieht sich auf dem richtigen Weg: „Viele sprechen von geschlossenen Kreisläufen, können dies aber größtenteils nicht einhalten – zumindest nicht, ohne dass die Qualität des Kunststoffs darunter leidet. Wir zeigen nun, dass es möglich ist, mit ausgereifter Technologie auch höchsten Kundenansprüchen zu genügen. Durch unser Verfahren, die gewonnenen Kunststoffgranulate wieder aufzuwerten, haben wir die Möglichkeit praktisch jedem Kundenwunsch gerecht zu werden“, sagt Bastuck. So gäbe es mittlerweile weitere konkrete Anfragen nach Procyclen aus den verschiedensten Bereichen der Industrie.

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