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15. Oktober 2015 |

„Alles ist Nährstoff, nichts ist Abfall“

Recycling-Vordenker Prof. Michael Braungart fordert, Produkte nach dem Prinzip „Cradle to Cradle“ völlig neu zu gestalten. Das recyclingnews-Interview.
Prof. Dr. Michael Braungart im Interview

„Alles ist Nährstoff, nichts ist Abfall“

15.10.2015 – Michael Braungart ist Vordenker und Querdenker zugleich: Der promovierte Chemiker bezeichnet Nachhaltigkeit als „rückwärtsgewandtes Schuldmanagement“ und fordert, den menschlichen Fußabdruck zu feiern, statt ihn zu verurteilen. Dafür jedoch müsse man Produkte völlig neu entwickeln und innovative Kreisläufe schaffen. Cradle to Cradle (C2C) nennt Braungart seinen Ansatz, den er an der Rotterdam School of Management lehrt und nach dem immer mehr Wirtschaftsunternehmen ihre Produktion ausrichten. Am 31. Oktober findet der zweite Cradle-to-Cradle-Kongress unter der Schirmherrschaft des Bundesumweltministeriums in Lüneburg statt, zu dem rund 600 Teilnehmer aus Wissenschaft, Politik und Wirtschaft erwartet werden. Prof. Dr. Michael Braungart hat mit recyclingnews im Vorfeld über modernes Produktdesign und die Rolle der Recyclingindustrie gesprochen.

Herr Prof. Braungart, Sie setzen sich seit den 1980er Jahren mit der Schließung von Stoffkreisläufen auseinander. Was unterscheidet Ihren Cradle-to-Cradle-Ansatz vom klassischen Recycling?
Michael Braungart: Oft wird von Recycling gesprochen, es findet faktisch aber ein Downcycling statt. Aus einem Mobiltelefon mit 41 Elementen werden zum Beispiel gerade mal 9 Elemente zurückgewonnen. Und unser Papier enthält etwa 50 giftige Stoffe, die eine Kompostierung verhindern. Da kann von Recycling keine Rede sein.

Bei Cradle to Cradle hingegen ist alles Nährstoff. Abfall kommt gar nicht mehr vor, genau wie in der Natur. Da wir aber nicht wie Ameisen leben, sondern auch Waschmaschinen, Fernseher und Computer nutzen, brauchen wir zwei Kreisläufe: den biologischen für Verschleißprodukte wie Bremsbeläge, Schuhsohlen oder Waschmittel, und den technischen für Nutzungsprodukte, die nicht in die Biosphäre zurückgeführt werden können. Um diese beiden Kreisläufe richtig zu schließen, müssen wir die Dinge völlig neu erfinden.

Der biologische Kreislauf lässt sich am Beispiel der Kompostierung leicht nachvollziehen. Doch wie kann man sich den technologischen Kreislauf vorstellen?
Michael Braungart: Verschiedene Geräte lassen sich nicht ohne giftige Stoffe herstellen. Zu einer Schädigung der Umwelt kommt es jedoch nur, wenn diese Stoffe in die Biosphäre gelangen. In der Technosphäre aber sind sie endlos und ohne Bedenken einsetzbar. Deshalb müssen wir in Komponenten denken, aus denen neue Produkte entstehen können.

Außerdem geht es beim technologischen Kreislauf darum, die Nutzung anstelle des Besitzes in den Vordergrund zu stellen. Beispiel Fernseher: Wollen wir wirklich 4.000 Chemikalien kaufen oder wollen wir fernsehen? Wenn Hersteller nur die Nutzung des Fernsehers verkaufen, das Produkt selbst aber in ihrem Besitz bleibt, sind sie dafür verantwortlich und nehmen das Produkt am Ende auch wieder zurück. Die Wertschöpfung ist so viel höher, denn sie können die einzelnen Komponenten wiederverwenden und von vornherein anders produzieren.

Also ist Cradle to Cradle vor allem eine Frage des innovativen Produktdesigns?
Michael Braungart: Nun, Sie können auf diesem Weg 40 Jahre Weltuntergangsdiskussion in Innovation umsetzen. Es entstehen Produkte, die qualitätsmäßig besser sind und nicht nur zehn Prozent weniger schlecht. Denn für „schlecht“ sind wir zu viele Menschen auf der Erde. Für „gut“ wiederum könnten wir auch ohne weiteres 10 Milliarden Menschen sein. Darum hat das C2C-Konzept auch diese enorme Strahlkraft. Weil es die Menschen als Chance begreift, nicht als Belastung.

Um es klar zu sagen: Der Nachhaltigkeitskurs an der Universität in Rotterdam hat drei Teilnehmer. Der C2C-Kurs ist innerhalb von Minuten ausgebucht. Die jungen Leute wollen stolz sein auf das, was sie erreichen, und kein schlechtes Gewissen haben. Wir müssen jetzt der Wirtschaft zeigen, dass das Konzept funktioniert. Dafür brauchen wir junge, motivierte Designer, Chemiker, Architekten und Ingenieure.

Puma, Trigema, Maersk – warum gelingt es Ihnen immer wieder, auch große Industrieunternehmen von C2C zu überzeugen?
Michael Braungart: Weil das, was wir machen, zugleich extrem profitabel ist. Ein Hersteller für Papierhandtücher kann Renditen nahe 20 Prozent erwirtschaften. Wer sein Materialmanagement mit einem Recycler abstimmt, kann seine Produkte günstiger herstellen. Und wenn die Zuschnitte aus der Möbelindustrie so gut produziert sind, dass sie nicht verbrannt werden müssen, sondern als Torfersatz verwendet werden können, dann ist auch das profitabel für alle Seiten.

Welche Rolle spielen Recyclingunternehmen bei der Entwicklung innovativer Kreisläufe?
Michael Braungart: Es gibt eine Reihe von Pionieren wie die ALBA Group, die daran arbeiten, die Dinge positiv zu gestalten. In Kooperation mit der Recyclingindustrie kann allerdings noch viel mehr Wertschöpfung gelingen: Ich habe mal einen Staubsauger-Hersteller besucht, bei dem das Recyclingunternehmen viel mehr über die Zusammensetzung des Staubsaugers wusste als der Produzent selbst. Es gibt da also riesige Qualifikationen. Zugleich braucht es aber ein klares Commitment, Prozesse nach C2C-Kriterien zu gestalten.

Ende Oktober findet der zweite C2C-Kongress statt, bei dem sich auch die ALBA Group als Sponsoring-Partner engagiert. Welche Themen stehen dort auf der Agenda?
Michael Braungart: Der Kongress bringt Menschen verschiedener Herkunft und Vorbildung aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft zusammen, um gemeinsam Lösungen von der Wiege zur Wiege zu schaffen. Dabei wird es, wie beim ersten Kongress auch, wesentliche Initiativen geben, die eine Beschleunigung der Umsetzung von C2C wesentlich erleichtern. Außerdem werden innovative Produkte präsentiert und die vielen Möglichkeiten des Konzepts in Workshops und Diskussionen aufgezeigt.

Wie sollte die Politik die Bewegung „von der Wiege zur Wiege“ unterstützen?
Michael Braungart: Es braucht eine klar umrissene Agenda mit positiven Zielen: Zum Beispiel sollte bis 2020 in Deutschland jedes Papier so bedruckt werden müssen, dass es komplett kompostierbar ist. Dann haben meine Ingenieure einen positiven Anreiz. Dann entstehen Farben, die aus Bakterien bestehen, die wiederum Schadstoffe aus der Luft aufessen. Es gilt den menschlichen Fußabdruck zu feiern, ihn nicht zu minimieren.

Herr Prof. Braungart, vielen Dank für das Gespräch. (KR)

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(Foto: Tim Janßen)

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