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19. Juni 2012 |

„Das beachtliche Niveau der Wertstofferfassung wollen wir weiter steigern“

Zukunft des Urban Mining: UBA-Präsident Jochen Flasbarth im Interview mit den recyclingnews
Zukunft des Urban Mining: UBA-Präsident Jochen Flasbarth im Interview

19.06.2012 – Alle Zeichen stehen auf Green Economy: Jochen Flasbarth, Präsident des Umweltbundesamtes, erhofft sich von der morgen beginnenden UNEP-Konferenz Rio+20 eine Neuausrichtung der Staaten hin zu einer nachhaltigeren Wirtschaftsweise. Mit Blick auf Deutschland wertet er Urban Mining als vielversprechende Strategie, die Rohstoffversorgung zukünftig abzusichern. Im Gespräch mit recyclingnews plädiert der UBA-Präsident für die Optimierung der Kreislaufwirtschaft. Die möglichst vollständige Verwertung von Abfällen sei notwendig, möglich und ökologisch sinnvoll, so Flasbarth.

Herr Flasbarth, was kann Urban Mining als Strategie für mehr Ressourceneffizienz im Idealfall leisten?
Jochen Flasbarth: Der Bestand an Gebäuden, technischen Bauwerken, Infrastrukturen, Industrieanlagen und langlebigen Gütern stellt ein Rohstoffreservoir dar und dieses wächst rapide an. Der Materialbestand in Deutschland wächst jährlich um rund 0,6 Milliarden Tonnen. Darunter befinden sich neben Baumineralien erhebliche Mengen an Metallen, Kunststoffen, Asphalt, Glas, Holz und vielem mehr.

Auf der einen Seite lamentieren wir über die Rohstoffarmut Deutschlands, andererseits liegt der Gehalt an Eisen und Stahl, Kupfer, Aluminium, Zink und zahlreichen Edelmetallen, die wir in unserem „anthropogenen“ – also menschgemachten – Lager verbaut haben, in der Dimension weltweiter Jahresfördermengen. Und die Bedeutung dieser Lager als Sekundärrohstoffquelle wird zunehmen. So zeichnet sich allein vor dem Hintergrund der anhaltenden Binnenwanderung und des demografischen Rückgangs der Bevölkerungszahlen bis 2050 ab, dass in den meisten Regionen Deutschlands und deutschlandweit insgesamt eine weit größere Menge an Baustoffen aus dem Wohngebäudebestand abfließen wird, als neu in diesen eingebracht wird. Langfristig wird damit der Gebäudebestand zur Rohstoffquelle und darauf gilt es sich einzustellen.

Die systematische und integrale Bewirtschaftung all dieser menschgemachten Rohstofflager durch Urban Mining ist eine Herausforderung. In jedem Fall birgt die Nutzbarmachung der urbanen Minen aber enorme Potenziale, um unsere künftigen Rohstoffbedarfe zu befriedigen, um Importabhängigkeiten zu mindern und die Ressourceneffizienz insgesamt zu steigern. Schließlich ist die Gewinnung der Sekundärrohstoffe meist deutlich ressourcenschonender als die der Primärrohstoffe.

Welche Voraussetzungen müssen aus Ihrer Sicht geschaffen werden, um das Potenzial von Urban Mining voll auszuschöpfen?
Jochen Flasbarth: Zunächst ist es wichtig, die Kenntnisse über die lokale Zusammensetzung der urbanen Lagerstätten zu erweitern. Der Rückbau von Gebäuden sollte dann selektiv und mit anschließender Aufbereitung erfolgen, um möglichst hochwertige Recycling-Gesteinskörnungen für die weitere Verwertung zum Beispiel im Hoch- oder Tiefbau zu erhalten. Um den Baubestand und das übrige anthropogene Lager als Rohstoffquelle besser nutzen zu können, sollte künftig von vornherein ein lokales Stoffkataster geführt werden. Die Bauherren sollten die stoffliche Zusammensetzung für spätere Eigentümer in Gebäudepässen festhalten.

Die Potenziale zur Nutzung von Sekundärrohstoffen beim Bauen sind noch längst nicht ausgeschöpft. Bis zum Jahr 2020 ließe sich ein Viertel der für den Bau von Wohngebäuden benötigten Materialien aus Bauabfällen gewinnen, bis zum Jahr 2050 mehr als ein Drittel. Um diese Entwicklung zu unterstützen, sollte beispielsweise ein Mindestanteil an Recycling-Material bei der Errichtung öffentlicher Gebäude vorgesehen werden und die Benachteiligung von Sekundär-Materialien beseitigt werden – zum Beispiel durch strenge materielle Anforderungen an den Einsatz von Abbruchabfällen in technischen Bauwerken, wie in der Ersatzbaustoffverordnung, die sich in Planung befindet, vorgesehen.

Jedes Jahr werden geschätzte 100.000 Tonnen Elektroschrott aus Deutschland illegal nach Afrika verschifft, und in den Schubladen der Deutschen liegen geschätzt mehr als 83 Millionen alte Handys. Wie können solche „urbanen Schätze“ gehoben und nutzbar gemacht werden?
Jochen Flasbarth: Gegen den illegalen Export von Elektro-Altgeräten kann Deutschland allein eher wenig ausrichten. Es bedarf der Zusammenarbeit sowohl der Mitgliedstaaten der EU als auch mit den Empfängerländern. Rechtlich ist eine Verbesserung der Situation vor allem durch Nachjustierung der Elektro- und Elektronik-Altgeräte-Richtlinie der EU, der so genannten WEEE-Richtlinie, erfolgversprechend. In dem aktuellen Novellierungsverfahren wurden Änderungen eingeführt, die vorschreiben, dass die Exporteure zukünftig die Funktionsfähigkeit der von ihnen als gebraucht deklarierten Geräte nachweisen müssen. Durch diese „Umkehr der Beweislast“ bezüglich der Gebrauchsfähigkeit soll sichergestellt werden, dass nur noch intakte Geräte exportiert werden.

Speziell für Mobiltelefone gibt es mittlerweile zahlreiche Sammelaktivitäten der Hersteller, um die vielen in diesen Geräten enthaltenen wertvollen Rohstoffe in den Kreislauf zurückzuführen. Darüber hinaus enthält die Neufassung der WEEE-Richtlinie in Artikel 5 Absatz 2c die Vorgabe an die Mitgliedstaaten, eine Rücknahmepflicht für Elektrokleingeräte einzuführen, die für Vertreiber in Einzelhandelsgeschäften mit einer Verkaufsfläche für Elektro- und Elektronikgeräten von mindestens 400 Quadratmetern gilt, oder alternative Systeme bereitzustellen, die mindestens ebenso wirksam sind. Die Umsetzung dieser Vorgabe wird die Sammelquote der kleinen Elektrogeräte und damit auch der Mobiltelefone verbessern.

Werden die in Schubladen gelagerten Mobiltelefone an Bekannte weitergegeben und weiter genutzt, stellt diese Weiterverwendung einen Beitrag zur Ressourcenschonung dar, da dadurch eine Neuanschaffung vermieden wird.

Gerade hat der NABU gefordert, die Wertstofftonne schnellstmöglich einzuführen, um an mehr Wertstoffe zu gelangen – doch in Berlin schraubt man noch an der Gesetzgebung. Wie kann Urban Mining effektiv stattfinden, wenn die politischen Räder ins Stocken geraten?
Jochen Flasbarth: Das in Deutschland bislang erreichte und im internationalen Vergleich beachtliche Niveau der Wertstofferfassung wollen wir weiter steigern. Mit der bundesweit einheitlichen Wertstofftonne für Verpackungen und stoffgleiche Nicht-Verpackungen können ungenutzte Potenziale im heutigen Restmüll gehoben werden, damit kann mehr Material recycelt werden. Dies zeigen mehrere Forschungsvorhaben, die das Umweltbundesamt zum Thema Wertstofftonne in den letzten zwei Jahren durchgeführt hat.

Bei der Einführung einer Wertstofftonne müssen auch die heutigen Verwertungsvorgaben für Verpackungsabfälle weiterentwickelt werden. Ambitionierte gemeinsame Verwertungsquoten für die erfassten Wertstoffe können ein Treiber für den technischen Fortschritt sein und ein hochwertiges Recycling voranbringen. Bereits durch eine Optimierung der derzeitigen Sortierung und Verwertung von Leichtverpackungsabfällen könnte der Umweltvorteil gemessen in Treibhausgaspotenzial um 30 Prozent gesteigert werden. Durch zusätzliche Erfassung von etwa sieben Kilogramm Nichtverpackungen aus Metall und Kunststoff pro Einwohner und Jahr kann das Plus um weitere 30 Prozent gesteigert werden.

Unabhängig davon haben auf Basis der Verpackungsverordnung bereits heute viele Kommunen in Deutschland – zum Beispiel gemeinsam mit den dualen Systemen – „Wertstofftonnen“ eingeführt. So leisten die Bürgerinnen und Bürger durch die getrennte Sammlung von Abfällen beziehungsweise Wertstoffen wichtige Beiträge zu einer effektiven Kreislaufwirtschaft und zum Ressourcenschutz.

Auch weltweit muss viel geschehen, um zu einer umfassenden „Green Economy“ zu gelangen. Welchen Effekt trauen Sie der Rio+20 Konferenz zu?
Jochen Flasbarth: Green Economy im Kontext nachhaltiger Entwicklung und Armutsbekämpfung wird neben der UN-Reform in den Bereichen Umwelt und nachhaltiger Entwicklung das Hauptthema der Rio+20 Konferenz sein. Dies begrüße ich sehr, denn ökologische Megatrends wie der weltweit steigende Ressourcenverbrauch, der Klimawandel oder der Verlust an Biodiversität und intakten Ökosystemen zeigen, dass die derzeitige Wirtschaftsweise nicht nachhaltig ist und langfristig die Grundlagen unseres Wohlstands zerstört.

Zugleich bietet umweltverträgliches Wirtschaften große ökonomische Chancen und Potenziale. So werden die Märkte für Umwelt- und Effizienztechniken nach den vorliegenden Prognosen weiterhin stark wachsen. Der Übergang zu einer Green Economy kann, gerade international betrachtet, außerdem einen wichtigen Beitrag zur Armutsbekämpfung leisten, indem er Einkommen und zusätzliche Arbeitsplätze schafft und die Entstehung von Armut, zum Beispiel durch umweltbedingte Gesundheitsschäden, Bodenerosion oder Überfischung, verhindert.

Meine Hoffnung ist, dass die Rio+20 Konferenz die Neuausrichtung der Volkswirtschaften weltweit hin zu einer nachhaltigeren Wirtschaftsweise deutlich beschleunigt. Die Verhandlungen für ein Abschlussdokument liefen bisher leider sehr schleppend. In vielen Bereichen wird eine Einigung dadurch erschwert, dass bei dem Erdgipfel viele Länder mit unterschiedlichen Interessen, Problemen und Rahmenbedingungen zusammenkommen.

Als wahrscheinlich gilt zumindest die Einigung auf eine Stärkung der institutionellen Strukturen für nachhaltige Entwicklung und des Umweltprogramms der UN. Auch ein Vorschlag Deutschlands und der EU für ein Programm zur Unterstützung von Wissens- und Technologietransfer findet breite Zustimmung. Um auf die Bedürfnisse gerade von Entwicklungs- und Schwellenländern einzugehen, sollen dabei auch Fahrpläne für den Übergang zu einer Green Economy erstellt werden, die auf die länderspezifischen Gegebenheiten zugeschnitten sind. Darüber hinaus wäre ein Abschlussdokument wünschenswert, das eine klare Agenda für eine nachhaltige Zukunft aufweist – mit anspruchsvollen Zielen und Zeitplänen für ihre Umsetzung.

Wo sehen Sie die Bedeutung Deutschlands in diesem Zusammenhang?
Jochen Flasbarth: Mit der Energiewende, dem neuen Kreislaufwirtschaftsgesetz und dem Ressourceneffizienzprogramm hat die Bundesregierung entscheidende Weichen für eine Green Economy gestellt. Damit kann Deutschland – auch international – ein Zeichen setzen, dass Umwelt- und Klimaschutz, Ressourcenschonung, Innovation und eine nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung keine Widersprüche sind, sondern zusammengehören.

Eine zuverlässige, kostengünstige und umweltverträgliche Energieversorgung ist eine der größten Herausforderungen des 21. Jahrhunderts. Um diese Ziele zu erreichen, hat die Bundesregierung das Energiekonzept beschlossen, das den dynamischen Ausbau der erneuerbaren Energien und die ambitionierte Steigerung der Energieeffizienz als wesentliche Bestandteile enthält. Gelingt es Deutschland, die Energiewende erfolgreich umzusetzen, so wird dies nach meiner Überzeugung andere Staaten ermuntern, diesem Beispiel zu folgen.

Mit dem neuen Kreislaufwirtschaftsgesetz macht Deutschland einen weiteren großen Schritt hin zu einer Kreislaufwirtschaft. Der effiziente Umgang mit immer knapper werdenden Rohstoffen und Energieträgern ist eine Schlüsselkompetenz im globalen Wettbewerb der Volkswirtschaften. Abfall wird in der Kreislaufwirtschaft als Ressource betrachtet. Die moderne Kreislaufwirtschaft mit höchsten Anforderungen an die Vermeidung von Abfällen, die stoffliche Verwertung von Abfällen oder deren Nutzung als Energieträger sowie der Einsatz umweltgerechter Entsorgungstechniken ist in Deutschland weit vorangeschritten.

Und schließlich die Ressourceneffizienz: Ihre Steigerung verringert Umweltbelastungen, stärkt die globale Wettbewerbsfähigkeit und schafft neue Arbeitsplätze. Daher ist es ökologisch und ökonomisch sinnvoll, dass Deutschland beim notwendigen globalen Wandel zu einer ressourceneffizienteren Wirtschaftsweise vorangeht und eine Vorreiterrolle übernimmt. Wir wollen zeigen, wie die Ressourceneffizienz in einem hochentwickelten Industrieland ohne Wohlstandseinbußen gesteigert und gleichzeitig der Verbrauch von Rohstoffen gesenkt werden kann. Dafür hat die Bundesregierung Anfang 2012 das Deutsche Ressourceneffizienzprogramm beschlossen, das in den kommenden Jahren kontinuierlich fortentwickelt werden soll.

Deutschland nimmt in den genannten Bereichen zwar eine gewisse Vorreiterrolle ein, jedoch bleibt noch viel zu tun, um die Transformation zu einer Green Economy weiter voranzubringen. Dabei sollten wir stets prüfen, ob wir intelligente Lösungsansätze aus anderen Ländern übernehmen können. Und die finden wir in Entwicklungs- wie in Industriestaaten, im Norden wie im Süden. Länder wie China und Südkorea haben zum Beispiel längst die Chancen erkannt, die in den grünen Zukunftsmärkten liegen, und richten ihre Industriepolitik danach aus.

Halten Sie die Vision der vollständigen Kreislaufführung für realistisch?
Jochen Flasbarth: Nein, allein schon aus naturwissenschaftlichen Gründen nicht. Mit zunehmender Kreislaufführung steigen der thermodynamisch bedingte, entropische Aufwand und damit auch die dafür benötigte Energie für die Erfassung und Aufbereitung zum Schluss überproportional an und zehren dadurch Rohstoffproduktivitätserfolge wieder auf. Es geht uns daher nicht um eine Maximierung, sondern um eine Optimierung der Kreislaufführung. Unabhängig davon ist aber die nahezu vollständige Verwertung von Abfällen notwendig, möglich und ökologisch sinnvoll. Es ist daher nur nicht immer möglich, ein Downcycling zu verhindern oder auf eine energetische Verwertung zu verzichten.

Herr Flasbarth, wir danken Ihnen für das Gespräch.

(Foto: Umweltbundesamt/Marcus Gloger)

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