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5. Juni 2012 |

„Recycling spielt eine tragende Rolle im 21. Jahrhundert“

Jedes Jahr am 5. Juni findet der Weltumwelttag der Vereinten Nationen statt – heute jährt er sich zum 40. Mal. "Green Economy – Does it include you?"
Schwerpunkt Green Economy zum Weltumwelttag: UNEP-Direktor Achim Steiner im Gespräch

05.06.2012 – Jedes Jahr am 5. Juni findet der Weltumwelttag der Vereinten Nationen statt – heute jährt er sich zum 40. Mal. „Green Economy – Does it include you?“ Unter diesem Motto soll jeder Einzelne seine Position im globalen Nachhaltigkeitspuzzle finden. Auch auf dem Weltumweltgipfel Rio+20 vom 20. bis 22. Juni steht „Grünes Wirtschaften“ im Fokus. Anlass für recyclingnews, mit Achim Steiner, Direktor des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP), über die globalen Ziele und Visionen für eine nachhaltige Zukunft zu sprechen.

Herr Steiner, die Rio+20 Konferenz für nachhaltige Entwicklung hat Green Economy – Grünes Wirtschaften – als eines ihrer Kernthemen formuliert. Warum?
Achim Steiner: 20 Jahre nach dem Weltgipfel in Rio de Janeiro und 40 Jahre nach der UN-Konferenz für menschliche Entwicklung in Stockholm steht fest: Trotz zahlreicher Fortschritte auf einigen Gebieten bleiben viel zu viele der international vereinbarten Ziele und Vorsätze für die Umwelt unerfüllt. Während viele Länder bereits den ökonomischen Nutzen einer nachhaltigen Entwicklung erkennen, werden die sozialen und ökologischen Säulen nach wie vor sträflich vernachlässigt.

Bei Green Economy geht es unter anderem darum, nachhaltige Entwicklung neu zu definieren und auszubalancieren. Wir müssen den enormen, oft unsichtbaren Wert unseres natürlichen Kapitals wie Wälder und Süßgewässer ins Zentrum des ökonomischen Diskurses rücken. Darüber hinaus gilt es, ein konstantes Markt-Fehlverhalten moderner Volkswirtschaften zu korrigieren: Einerseits subventionieren sie fossile Energieträger mit bis zu 600 Milliarden US-Dollar pro Jahr – andererseits werden erneuerbare Energien mit lediglich rund 70 Milliarden US-Dollar gefördert. Das ist eine sehr kostspielige Rechnung für die Wirtschaft.

Bei Green Economy steht auch das Thema Abfall ganz oben auf der Agenda – sei es der Abfall bei Lebensmitteln, der sich geschätzt auf 45 Prozent aller in der Welt produzierten Lebensmittel beläuft, sei es die Verschwendung von Energie in ineffizienten Gebäuden oder bei der Stromerzeugung. Eine moderne, zukunftsgerichtete Wirtschaft muss die Zukunft wahrnehmen und danach handeln. Unsere Zukunft wird immer stärker von Ressourcenknappheit bestimmt – eine Situation, die wir managen müssen, und zwar unter anderem durch die Entkopplung des Ressourcenverbrauchs vom Wachstum auf der einen und vom ökonomischen wie sozialen Fortschritt auf der anderen Seite.

Welche Rolle spielt die Recyclingindustrie in dieser Vision?
Achim Steiner: Der Abfall des einen ist der Rohstoff des anderen. In der Green Economy des 21. Jahrhunderts wird der Abfall- und Recyclingsektor definitiv eine tragende Rolle spielen. Wir werden nicht umhin kommen, seltene Erden zu recyceln und wiederzuverwerten, um sie bei der Produktion von Solarzellen oder Hybridauto-Batterien einzusetzen; ebenso werden wir Methangas auf Deponien „ernten“, um Elektrizität zu erzeugen und gleichzeitig klimaschädliche Emissionen zu kappen. Wir müssen gute, grüne Jobs im Bereich Ressourcenmanagement schaffen.

Die globale Gesellschaft muss eine Bevölkerung von mehr als sieben Milliarden ernähren. Welche Veränderungen brauchen wir am nötigsten – insbesondere mit Blick auf Ressourceneffizienz? Wie kann ökonomischer Wachstum faktisch vom Ressourcenverbrauch entkoppelt werden?
Achim Steiner: Die Welt ist reich an Beispielen, wo Ressourcennutzung zu einem gewissen Teil vom Wachstum entkoppelt ist – oftmals angestoßen von Regierungsseite, gerade auch in Europa. Deutschland geht hier mit gutem Beispiel voran. Aber auch in vielen Entwicklungsländern und Wachstumsregionen bewegt sich einiges.

Das UNEP-Gutachten „The Green Economy: Pathways to Sustainable Development and Poverty Eradication“ nimmt Südkorea sowie Brasilien, den Gastgeber des bevorstehenden Rio+20 Gipfels, in den Blick. Danach hat Südkorea mit seiner Politik der erweiterten Produzenten-Verantwortung Vorgaben für das Recycling von Batterien und Reifen bis hin zu Verpackungen eingeführt – und dadurch eine 14-prozentige Steigerung der Recyclingrate sowie einen ökonomischen Nutzen von 1,6 Milliarden US-Dollar erzielt. Brasilien generiert durch Recycling bereits Gewinne von 2 Milliarden US-Dollar pro Jahr und spart gleichzeitig 10 Millionen Tonnen Treibhausgas-Emissionen ein.

Eines der wichtigsten Ergebnisse auf dem ersten Umweltgipfel in Rio der Janeiro 1992 war die Unterzeichnung der Agenda 21. Alle 178 teilnehmenden Staaten haben sich darin verpflichtet, nationale Strategien für eine nachhaltige Entwicklung zu erarbeiten. Welche Fortschritte sehen Sie insbesondere mit Blick auf das Abfallmanagement?
Achim Steiner: Es gibt viele beeindruckende Belege dafür, dass die Regierungen, die Wirtschaft und die Kommunen vor Ort wesentliche Fortschritte beim Abfallmanagement und Recycling erreicht haben. Doch auf globaler Ebene sehen wir uns gewaltigen Herausforderungen gegenüber. Vor allem im Hinblick auf den weiter rasant ansteigenden Konsum reichen Tempo und Umfang der positiven Veränderungen bei weitem nicht aus. Der globale Umweltbericht, den die UNEP-Experten Anfang Juni 2012 im Vorfeld der Rio+20-Konferenz veröffentlicht haben, weist nach, dass von insgesamt 90 festgelegten Zielen nur in vier Bereichen nennenswerte Fortschritte erreicht wurden. So verzeichnen wir einen Rückgang in der Produktion und Nutzung klimaschädlicher Stoffe und eine Zunahme von bleifreien Treibstoffen. Erfolge können wir zudem beim Zugang zu einer gesicherten Wasserversorgung sowie bei der Forschung für den Umweltschutz der Meere verbuchen. In vielen Bereichen besteht aber nach wie vor großer Handlungsbedarf.

Auf der Rio+20 Konferenz kommen am 20. Juni Repräsentanten aus vielen Ländern rund um den Globus zusammen – mit jeweils eigenen Interessen und aus ganz unterschiedlichen Kulturkreisen. Wie lässt sich hier eine Einigung erzielen?
Achim Steiner: Mitunter kann der multilaterale Ansatz verbunden mit dem Einstimmigkeitsprinzip außerordentlich frustrierend sein, und die Ergebnisse im Vergleich mit den vor uns liegenden Aufgaben erscheinen vielfach bescheiden. Doch der Schlüssel für eine Zusammenarbeit unter den mehr als 190 Nationen liegt darin, kleinere Unstimmigkeiten beiseite zu legen und sich auf die wirklich wichtigen Themen und Herausforderungen zu konzentrieren, die alle Staaten verbinden.

Was wäre aus Ihrer Sicht ein erfolgreiches Ergebnis von Rio+20 – insbesondere mit Blick auf das Kyoto-Protokoll?
Achim Steiner: Bei Rio+20 geht es nicht primär um neue Verträge oder Abkommen. Seit 40 Jahren befassen wir uns auf internationaler Ebene mit nachhaltiger Entwicklung. Nun ist die Zeit reif, die Vereinbarungen auch umzusetzen. Folglich muss Rio+20 wirklich wegweisende und gemeinschaftliche Ergebnisse erzielen. Dazu könnte beispielsweise die stufenweise Loslösung von fossilen Brennstoffen zählen. Ein weiteres denkbares Ziel ist ein neuer Indikator für Wohlstand, der mehr aussagt als das zu einfach gestrickte Bruttoinlandsprodukt – ein Indikator, der den Verbesserungen von Umweltmaßnahmen und sozialem Fortschritt Rechnung trägt.

Auch wäre es wünschenswert, wenn sich Regierungen dazu durchringen, nachhaltige Beschaffung auf nationaler und lokaler Ebene zu unterstützen. So könnten sie dazu beitragen, ganze Wirtschaftsnationen in Richtung zu mehr Nachhaltigkeit zu lenken. Globale Nachhaltigkeitsberichterstattung wäre ebenfalls hilfreich: Dadurch würde der ökologische, soziale und strategische Fußabdruck von Unternehmen ebenso transparent wie ihr Cash-Flow und ihre Schulden. Ein weiterer Aspekt wäre, die internationale Umweltpolitik auszubauen, damit Autorität und Einfluss von Umweltministern weltweit wachsen – womöglich sogar durch eine Stärkung des UN-Umweltprogramms.

Was werden die nächsten Schritte nach der Konferenz sein? Wird es eine neue Roadmap geben?
Achim Steiner: Ein Meilenstein wäre es, neue nachhaltige Entwicklungsziele zu formulieren, die unsere 2015 auslaufenden Millennium-Entwicklungsziele ersetzen. Entscheidende Stellschrauben sind die Konsum- und Produktionsmuster der Industrienationen, um zu einer nachhaltigen Zukunft zu gelangen. Warum sollten dafür nicht die reichen und armen Länder an einem Strang ziehen?

Herr Steiner, Ihre persönliche Meinung: Welche Chancen haben die Menschen, den Planeten Erde auch für die kommenden Generationen lebenswert einzurichten?
Achim Steiner: Das Zeitfenster für diese Chance schließt sich sehr schnell. Aber es ist immer noch Zeit, die Zukunft zu gestalten, anstatt tatenlos alles dem Zufall zu überlassen. Die Green Economy ist dabei, sich zu entfalten – in jedem Winkel des Planeten auf unterschiedlichen Niveaus und vielfältige Weise. Die Welt ist voll von kreativen Strategien und Beispielen, wie die drängenden Aufgaben von heute und morgen angegangen werden können. Rio+20 bietet eine große Chance, die Weichen zu stellen und Veränderungen voranzutreiben.

Es ist durchaus möglich, Wachstum und Ressourcenverbrauch zu entkoppeln und den Weg in Richtung Grüne Wirtschaft einzuschlagen. Ein solches Modell könnte den Bedürfnissen und Hoffnungen von künftig bis zu neun Milliarden Menschen gerecht werden – und zwar auf eine Art und Weise, die den menschlichen Fußabdruck auf dem Planten Erde in einem vertretbaren Rahmen hält. Rio+20 bietet die Möglichkeit, nachhaltige Entwicklung aus dem Dunstkreis von Theorie und lückenhafter Umsetzung in eine lebendige Praxis zu überführen.

Herr Steiner, wir danken Ihnen für das Gespräch.

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