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25. Juli 2013 |

Branche fordert Verbesserungen bei ElektroG

Bis 2014 muss das ElektroG novelliert sein. Interview mit Manfred Fahrner, Experte für Elektroschrottrecycling bei ALBA, über notwendige Veränderungen.
Elektronikrecycling-Experte Manfred Fahrner im Gespräch

25.07.2013 – Bis 2014 muss das Elektroaltgeräte-Gesetz in Deutschland novelliert sein, um den EU-Vorgaben zu entsprechen. Das Projekt stellt die Recyclingbranche vor beträchtliche Herausforderungen. Gemeinsam mit Fachleuten für Elektroaltgeräte-Recycling hat Manfred Fahrner, Vertriebsleiter bei ALBA Electronics Recycling, Anforderungen an die neue Richtlinie erarbeitet und in einem Positionspapier zusammengefasst. Über Schwachstellen am bestehenden Gesetz, notwendige erste Schritte und das Thema Ökodesign sprach Manfred Fahrner mit recyclingnews.

Herr Fahrner, was sind die derzeitig größten Schwachstellen des aktuellen Elektro- und Elektronikgerätegesetzes (ElektroG)?
Manfred Fahrner: Das heutige ElektroG bildet überhaupt nicht das tatsächliche Marktgeschehen ab. Wir haben es kaum noch mit einem Entsorgungsproblem zu tun. Stattdessen sehen wir einen Stoffstrom, der von finanziellen Anreizen gesteuert wird, weil die meisten Altgeräte einen positiven Marktwert haben. Wenn ein Stoffstrom über finanzielle Aspekte gesteuert wird, gibt es zwangsläufig Materialwege, die in einem Gesetz nicht vorgesehen sind. Dazu zählen die Vermarktung zur manchmal nur angeblichen Wiederverwendung, der Export, aber auch der Abfluss als Bestandteil anderer Ströme wie Schrott und Altmetall.

Zudem liegt der Stoffstrom weitestgehend nicht mehr in den Händen der Hersteller, sondern der Kommunen. Die Stiftung Elektro-Altgeräte Register (EAR) berichtet von sehr unzuverlässigen Mengenmeldungen der Kommunen. Das verwundert nicht, wenn man bedenkt, dass die Kommunen lediglich einmal jährlich Mengenmeldungen vorlegen müssen. Daher schlagen wir vor, dass die Erstbehandlungsanlagen direkt und zeitnah ihre Materialeingänge an das EAR melden. Dadurch verbessert sich die Datenqualität, gleichzeitig hätte das EAR ein Instrument zur Plausibilisierung der Hersteller- und Kommunendaten. Zudem könnten Materialströme gemeldet werden, die heute quasi nicht existieren. Voraussetzung ist natürlich, dass die meldenden Erstbehandler registriert sind. Alle Abfallbesitzer, Hersteller, der Handel und die Kommunen dürften sich dann nur registrierter Erstbehandler bedienen.

Stichwort Erstbehandlung: Wo müsste die Novelle ansetzen, um Unschärfe in den Vorgaben auszuschließen?
Manfred Fahrner: Das ElektroG prägt erstmals den Begriff der Erstbehandlung, hat dabei aber nicht sauber definiert, was Erstbehandlung im Einzelnen bedeutet. Zudem wird die bestehende Einteilung der Sammelgruppen den einzelnen Geräten bzw. der fachgerechten Behandlung der Geräte nicht gerecht. Es braucht nicht viel, sich vorzustellen, dass Flachbildschirme die Sammlung und den Transport in Großbehältern nicht unbeschadet überleben. Man hört auch immer häufiger von Zwischenfällen und Bränden auf Sammelstellen und in Verwertungsbetrieben, die vermutlich durch Lithium-Akkus ausgelöst wurden. Hier muss dringend reagiert werden.

Darüber hinaus ignoriert die bestehende Sammelstruktur geltende Vorschriften zum Beispiel des Gefahrgutrechts. So werden beispielsweise asbesthaltige Nachtspeicheröfen als Teil der Sammelgruppe 1 erfasst, ohne dass besondere Sicherheitsvorkehrungen getroffen werden.

Thomas Rummler vom BMU bezweifelt, dass die Novelle bis Februar 2014 stehen wird. Bis wann kann die Änderung des ElektroG Ihrer Ansicht nach gelingen?
Manfred Fahrner: Sicherlich verursachen die anstehenden Wahlen eine Verzögerung. Ich hoffe, dass die neue Regierung nicht alles neu erfinden will. Ich vermute, dass ein Entwurf der Novellierung schon in der Schublade liegt, aber erst nach den Wahlen herausgenommen wird. Sicherlich muss die Novellierung des ElektroG eine der ersten Aktivitäten in der neuen Legislaturperiode werden.

Welche Resonanz auf Ihr Positionspapier hat es aus dem BMU gegeben? Welche Wirkung auf die Branche erhoffen Sie sich langfristig?
Manfred Fahrner: Wir haben nur positives Feedback erhalten. Ich glaube, dass unsere Punkte zumindest ernsthaft geprüft und abgewogen werden. Ich hoffe, dass das neue ElektroG „die Kurve bekommt“ und sich dahingehend weiterentwickelt, dass wir vom Abfall zum Rohstoff gelangen – aber ohne dabei zu vergessen, dass wir es auch noch mit kritischen Inhaltsstoffen zu tun haben. Seit Inkrafttreten des ElektroG haben wir eine gewisse Banalisierung des Stoffstromes erfahren: Der Begriff Elektroschrott liegt mental sehr nahe beim Schrott, und die Preisentwicklung hat dazu ebenfalls beigetragen; dabei wird gerne vergessen, dass es sich um einen sehr komplexen Stoff handelt.

Wie muss die Zusammenarbeit zwischen Produzenten, Händlern und Verwertern aussehen, damit künftig mehr verwertbare Stoffe aus Elektroaltgeräten zurückgewonnen werden können, zum Beispiel in puncto Seltene Erden und Ökodesign?
Manfred Fahrner: Stichwort Seltene Erden: Die Rückgewinnung dieser Stoffe ist von den klassischen Behandlern von Elektroaltgeräten nicht zu lösen, da es sich dabei um aufwändige metallurgische Prozesse handelt. Hier muss vor allem die Erfassung verbessert werden, damit die strategischen Metalle nicht versickern. Teilweise deckt sich diese Notwendigkeit mit unserer Forderung, die Einteilung der Sammelgruppen zu optimieren.

Hersteller und Wissenschaft unternehmen viel für Ökodesign, also nach Umweltgesichtspunkten gestaltete Produkte – aber beim Recycler kommt das nicht unbedingt an. Ich habe konkret bei einem Hersteller angefragt, wie wir mit Lithium-Akkus in Elektrogeräten umgehen sollen. Als Antwort bekam ich den Rat, die Akkus den Batterierücknahmesystemen zu übergeben. Damit waren aber unsere Probleme nicht gelöst, wie etwa das Brandrisiko bei Erfassung und Transport, die Erkennung akkuhaltiger Geräte, leichte Demontage et cetera.

Offensichtlich gibt es noch keinen ausreichenden Dialog zwischen den Beteiligten. Da versagen meiner Meinung nach die gesamte Abfallstrategie, die WEEE-Richtlinie und das ElektroG. Es gibt zwar das hehre Ziel der Produktverantwortung, aber in der Realität haben wir keine individuelle, sondern nur eine kollektive Verantwortung, oder um es plakativ auszudrücken: Die Risiken und die Ineffektivität sind sozialisiert.

In Deutschland lagern derzeit viele Millionen Althandys in Privathaushalten. Was muss geschehen, damit Altgeräte wie diese in den Wertstoffkreislauf zurückgeführt und verwertet werden können?
Manfred Fahrner: Ich bin kein Freund von aufwändigen Pfandlösungen, habe auch Zweifel, ob sie funktionieren. Aber ohne finanzielle Anreize oder einen gewissen Zwang wird es nicht gehen. Viele junge Leute wissen heute, dass sie ihre Althandys im Internet an professionelle Aufkäufer zur Wiederverwendung verkaufen können. Die dabei erzielten Verkaufspreise sind mehrfach höher als mögliche Recyclingerlöse. Nach meiner Einschätzung gehen viele dieser Handys zur erneuten Nutzung in Schwellenländer. Aber auch dort werden sie irgendwann zum Abfall und sind dann für uns verloren. Ein Pfandsystem stünde auch im Wettbewerb mit diesen Erlösen.

Vielleicht muss man diesen Sekundärmarkt genauer anschauen und dort effektivere Regelungen schaffen. Ansonsten hilft nur eine bessere Information der Verbraucher. In manchen europäischen Ländern gibt es zur besten Fernsehzeit informative Werbespots der Rücknahmesysteme – warum können wir das nicht in Deutschland?

Herr Fahrner, vielen Dank für das Gespräch.

(Foto: ALBA Group/Boris Geilert)

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