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6. Juni 2011 |

BioKunststoffe: kommt jetzt endlich der Durchbruch?

Mangelnde Kommunikation ist Problem der Bio-Polymere.
Stand und Perspektiven der Bio-Polymere im Verpackungsbereich

06.06.2011 – Oft schon wurden sie als Heilsbringer der Verpackungsindustrie bezeichnet, fristen aber bisher immer noch ein Nischendasein: bio-basierte und kompostierbare Kunststoffe. Jöran Reske, Experte für nachwachsende Rohstoffe und kompostierbare Verpackungen bei der INTERSEROH Dienstleistungs GmbH, sieht in der mangelnden Kommunikation ein Problem der Bio-Polymere. Im Interview zeigt er Stärken und Schwächen der Produkte auf.

„Bioprodukte kommen in Bio-Verpackungen“ – ein Credo, das derzeit wieder große Markenartikler als Teil des obligatorischen Strebens nach „Nachhaltigkeit“ verfolgen. So stellt Danone mit Unterstützung der Umweltorganisation WWF als erste große Joghurtmarke in Deutschland, entgegen der verbreiteten Verpackungen aus Poly-Styrol (PS), auf Becher aus dem Biokunststoff PLA (Polymilchsäure) um. Der ökobilanzielle Nutzen hält sich dabei laut Experten noch in Grenzen: Während das Unternehmen laut einer Ökobilanz des ifeu-Instituts im Vergleich zum herkömmlichen Joghurtbecher aus Poly-Styrol 43 Prozent weniger fossile Rohstoffe für den PLA-Becher einsetzt, meint das Umweltbundesamt in einer Betrachtung der Systeme, dass „sich kein ökobilanzieller Vor- oder Nachteil für eines der beiden Systeme ableiten lässt“.

Jöran Reske ist bei Interseroh Ansprechpartner für Bio-Polymere und deren Verwertung. Er ist stellvertretender Vorsitzender des Branchenverbandes European Bioplastics und Mitglied in verschiedenen Normungs-Arbeitskreisen.

Herr Reske, als Frage vorweg: Wie bewerten Sie die momentane Marktfähigkeit von PLA-Kunststoffen?
Das ist eine spannende Frage: Grundsätzlich hat PLA die Chance ein Massen-Polymer zu werden. Allerdings sieht sich der Kunststoff in Konkurrenz zu dem bereits etablierten PET, das gut recycelbar ist und mittlerweile auch, zumindest teilweise, aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt werden kann. Coca-Cola ist hier mit seiner ‚Plant Bottle’ ein prominenter Vorreiter. Damit ist das Alleinstellungsmerkmal von PLA, die nachwachsenden Rohstoffe, nicht mehr gegeben.
Außerdem ist der Preis für die PLA-Verpackungen höher als für die etablierten Kunststoffe. Wären die Rohstoffpreise – vor allem auch relativ zum Erdöl – günstiger, wären auch die Marktchancen der Bio-Polymere besser.

Was ist das besondere an dieser Art von Verpackung?
Besonders ist sicherlich die Herkunft der Kunststoffe: nachwachsende Rohstoffe. Ansonsten ähneln die Eigenschaften denen der herkömmlichen Kunststoffe. Ein Austausch wäre also möglich.
Wenn man die Einsatzfelder betrachtet, stellt PLA keine wesentliche Erweiterung des Polymer-Spektrums dar. Wenn man aber an die Verwertung denkt, ist PLA auch kompostierbar – eine Eigenschaft, die PET nicht vorweisen kann. Dies stellt allerdings bisher keinen wesentlichen Faktor im Markt dar. Insofern könnte auch für PLA-Produkte das stoffliche Recycling eine sehr interessante Option werden, laut Laboruntersuchungen geht das ähnlich gut wie mit PET.

Was ist der große Nachteil von Biokunststoffen?
Derzeit ist das der deutlich höhere Preis. Gerade der deutsche Markt ist sehr preissensitiv und toleriert keinen Mehrpreis für Verpackungen. Die Bio-Kunststoffe haben es da schwer, so lange vor allem die Produktionsmengen so gering sind, sind sie nicht konkurrenzfähig.

Wie hilft Interseroh seinen Kunden bei dem Thema Bio-Polymere weiter?
Vorrangig helfen wir den Kunden mit einer fundierten Beratungsleistung. Produkte aus Biokunststoffen bringen neue Eigenschaften mit sich, sowohl bezüglich ihrer Rohstoffe als auch bezüglich der Verwertung. Und hier ist vor allem die Kompostierung sehr erklärungsbedürftig gegenüber den Konsumenten, den Kommunen und den Kompostierungsanlagen. Wir pflegen einen intensiven Dialog mit den Anwendern, damit deren Kommunikation an dieser Stelle funktioniert. Unser Angebot geht aber auch über das rein „Entsorgerische“ hinaus, da wir die Branche und die technische Entwicklung schon lange kennen. Daher können wir vielen Interessenten mit allerlei Tipps und Ratschlägen helfen, beispielsweise zu Materialien und Bezugsquellen.

Ein Recycling von PLA-Bechern findet bislang in Deutschland nicht statt. Was für Gründe hat das? Wird sich das durch den Vorstoß namhafter Markenartikler künftig ändern?
Derzeit sind die zu recycelnden Mengen marginal. Ob sich das künftig ändern wird, ist heute noch nicht zu sagen. Eine Pilotanlage existiert zwar momentan in Belgien. Sie verwertet etwa 1000 Tonnen PLA pro Jahr. Aber weil insgesamt überhaupt erst wenige tausend Tonnen im Markt sind, ist die Wirtschaftlichkeit dieses Ansatzes überhaupt nicht abschätzbar.
Wenn die Marktmengen erheblich steigen, ist natürlich ein systematisches Recycling auch von PLA denkbar. Wir haben uns mit dieser Perspektive bereits vor mehreren Jahren beschäftigt – sehen die Voraussetzungen dafür aber selbst heute noch nicht.

Sind Sie froh um den Vorstoß von Danone?
Ja, sicher. Die Technologie ist vielversprechend. Dennoch sind wir eher verhalten optimistisch, da der Anwenderkreis zunächst klein bleiben wird. Die Richtung ist aber die richtige. Übrigens ist Danone nicht der einzige Anwender von Bio-Polymeren: Auch erste Einzelhandelsketten, wie zum Beispiel unser Kunde REWE, machen schon positive Erfahrungen mit Einkaufstüten aus Biokunststoffen, die von ökologisch bewussten Kunden durchaus gern gekauft werden.

Müssten politische Rahmenbedingungen geschaffen werden, um das PLA-Recycling im großen Rahmen zu betreiben?
Es kommt darauf an, dass sich die Produkte im Markt durchsetzen und ausreichende Mengen zusammen kommen. Wir sind uns mit Blick auf die Erfahrungen im Bereich Biokunststoffe nicht sicher, ob eine politische Hilfestellung wirksam wäre. Wir haben ja im Rahmen der Verpackungsverordnung bereits erhebliche politische Unterstützung für kompostierbare Verpackungen. Von diesem Privileg hatten wir uns viel versprochen, doch im deutschen Markt hat sich trotzdem kaum etwas bewegt. [Anm. d. R.: Zertifizierte und mit einem speziellen Logo gekennzeichnete – kompostierbare – Verpackungen sind bis Ende 2012 von den Auflagen des Paragrafen 6 der Verpackungsverordnung ausgenommen, siehe § 16 Abs. 2 VerpackV].
Außerdem wird es in der politischen Diskussion immer schwieriger, eine spezifische Förderung vergleichsweise kleiner Marktbereiche wie PLA zu Lasten der etablierten Kunststoff-Segmente zu legitimieren.

Abschließend: wie sieht die Zukunft der Bio-Polymere aus?
Das ist keine einfache Frage. Mengenmäßig sprechen wir derzeit über Marginalien. Eine breite Markteinführung ist in Deutschland bisher noch nicht feststellbar, da gerade das Argument „höherer Preis“ schwer wiegt. Technisch und ökologisch ist der Zukunftsmarkt Bio-Polymere aber sicherlich weiterhin vielversprechend. Fest steht wohl: Das Spiel ist längst nicht entschieden.

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