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16. Dezember 2010 |

Energieriesen an den Kragen

Dicke Fische an Land zu ziehen gehört seit jeher zu den Arbeiten der Küstenbewohner an der Ostsee – ein 70-Tonnen-Fisch aus Aluminium und Stahl ist aber schon etwas Besonderes. Dementsprechend viel Aufsehen erregte ein ausrangierter Transformator eines großen Energiekonzerns, den die INTERSEROH Jade-Entsorgung GmbH Ende Oktober an ihrem Rostocker Standort in Empfang nahm. Nach nicht einmal einem Tag hatten die Experten den Koloss zerlegt und die verschiedenen Materialien dem Recyclingkreislauf wieder zugeführt.
70 Tonnen Trafo zerlegt

16.12.2010 – Dicke Fische an Land zu ziehen gehört seit jeher zu den Arbeiten der Küstenbewohner an der Ostsee – ein 70-Tonnen-Fisch aus Aluminium und Stahl ist aber schon etwas Besonderes. Dementsprechend viel Aufsehen erregte ein ausrangierter Transformator eines großen Energiekonzerns, den die INTERSEROH Jade-Entsorgung GmbH Ende Oktober an ihrem Rostocker Standort in Empfang nahm. Nach nicht einmal einem Tag hatten die Experten den Koloss zerlegt und die verschiedenen Materialien dem Recyclingkreislauf wieder zugeführt.

„Als Aufbereiter insbesondere von Industrieschrotten bekommen wir es häufiger mit so großen Projekten zu tun“, erklärt Frank Zicker, Betriebsleiter bei der INTERSEROH Jade-Entsorgung. „Denn um solche Formate zerlegen und recyceln zu können benötigt man schon eine gewisse Erfahrung und Fachwissen.“ Auf diese griff der Energieriese E.On zurück und beauftragte die Rostocker mit dem Zerlegen eines 34 Jahre alten Transformators aus Eberswalde. Bevor die Mitarbeiter der Jade-Entsorgung jedoch mit dem Abtransport und der Aufbereitung beginnen konnten, musste erst noch die Einhaltung strenger Umweltauflagen kontrolliert werden. Frank Zicker: „Beispielsweise nehmen wir grundsätzlich nur PCB-freie Materialien an. Dies lassen wir uns von jedem Kunden durch eine PCB-Freiheits-Erklärung bestätigen.“ Wobei die Kunden – nahezu allesamt große Industrieunternehmen – bereits seit Jahrzehnten selbst ihre Anlagen auf Störstoffe untersuchen und gegebenenfalls ersetzen, so dass bislang alles stets einwandfrei ablief, wie Zicker hinzufügt.

Recyclingquote von 98 Prozent

Vor dem Abtransport wurden im ersten Schritt rund 20 Tonnen Öl aus dem Transformator von Experten fachgerecht entsorgt, um den Koloss für den Transport – soweit möglich – leichter zu machen. Anschließend ging es nachts mit einem großen Sattelschlepper die fast 300 Kilometer nach Rostock. Am Standort der INTERSEROH Jade-Entsorgung zerlegten die Recyclingprofis den Transformator in seine einzelnen Bestandteile, die zu 98 Prozent wiederverwertet werden können. Wichtigste Materialien, die so für den Stoffkreislauf wiedergewonnen werden konnten, sind Stahl, Aluminium und Trafoöl.

Frank Zicker: „70 Tonnen Stahl und Metall auf einmal innerhalb von nicht mal zwei Tagen in seine Bestandteile zu zerlegen, ist schon eine super Leistung.“ Zum Kundenstamm der INTERSEROH Jade-Entsorgung gehören neben E.On diverse andere namhafte Unternehmen – daher ist sich Frank Zicker sicher, auch in Zukunft wieder den ein oder anderen dicken Fisch an Land ziehen zu können.

Weitere Informationen:
INTERSEROH Jade-Entsorgung GmbH

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