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3. April 2012 |

Rohrpostsysteme und unterirdische Entsorgung als Modell der Zukunft

Das Abfallmanagement in den Städten und Metropolen der Zukunft stellt Städteplaner und Abfallwirtschaft schon heute vor große Herausforderungen.
Modernes Ver- und Entsorgungsmanagement in Städten

03.04.2012 – Das Abfallmanagement in den Städten und Metropolen der Zukunft stellt Städteplaner und Abfallwirtschaft schon heute vor große Herausforderungen.
Denn eines gilt als sicher: Das Abfallaufkommen in den Städten wird in den nächsten Jahrzehnten rasant wachsen. Mit neuen Ideen und Visionen wird aus Zukunftsmusik aber bereits heute Realität.

„Die Zukunft der Menschen wird in den Städten liegen“, erklärte im Jahr 2000 der damalige UNO-Generalsekretär Kofi Annan in Berlin anlässlich der Eröffnung der Weltkonferenz zur Zukunft der Städte. Wie richtig er damit lag, zeigt sich bereits zehn Jahre später: Jeder zweite Mensch lebt im Jahr 2011 in einer Stadt. Bis 2030 wird dieser Anteil auf 60 Prozent steigen. So genannte Megacities, die mehr als drei Millionen Bürger aufweisen, werden weiter wachsen und neue Ballungszentren entstehen. Vor allem in den Entwicklungsländern, auf dem afrikanischen Kontinent und in China nimmt diese Entwicklung drastische Formen an.

Während laut Expertenprognose die Zahl der Stadtbevölkerung in den Industrieländern von 2000 bis 2030 „nur“ von 900 Millionen auf eine Milliarde anwachsen wird, gehen Schätzungen davon aus, dass afrikanische Städte pro Jahr um rund fünf Prozent wachsen. Das bedeutet: Hat in Afrika eine „statistisch ideale“ Stadt im Jahr 2000 beispielsweise eine Millionen Einwohner, kann sich ihre Größe in etwa zwanzig Jahren verdoppeln. Auch China wächst derzeit rasant: Das Ziel der chinesischen Regierung ist es, in den kommenden Jahrzehnten rund 400 Millionen Chinesen von Bauern zu Stadtbewohnern zu machen. Die Zahl der rund 120 Millionenstädte in China soll sich bis zum Jahr 2025 verdoppeln. Zusätzlich plant die chinesische Regierung bis zu ein Dutzend Megastädte mit 15 bis 20 Millionen Menschen.

Mit der Explosion der Bevölkerungszahl wird das Abfallproblem akut wie nie. Nachhaltige Stadtentwicklung ist schon heute untrennbar mit intelligenten Lösungen für Umweltschutz, Abfallmanagement und Abwasser verbunden. Neben konkreten Maßnahmen wie Mülltrennung, Entsorgung und Recycling sind auch Zukunftsvisionen gefragt. Das Visionen oftmals bereits zur Realität geworden sind, zeigen weltweit Beispiele für innovative Abfallkonzepte.

Von der Rohrpost zur Öko-Oase

In Schweden ist das System der Abfallentsorgung über Vakuumanlagen bereits seit den frühen Sechziger Jahren bekannt und bis heute etabliert. Ein schwedischer Hersteller bietet dementsprechend High-Tech-Ausführungen der „Abfall-Rohrpost“ an: Mit Hilfe von Unterdruck gelangt der Abfall durch ein Rohrsystem an eine Sammelstelle am Rande der Häuserblocks und wird dort von Müllwagen abgeholt. Die Abfalltunnel ersparen den Bewohnern den Lärm von im Viertel kreisenden Müllfahrzeugen und Geruchsbelästigungen. Außerdem ist das System geschlossen gegenüber Ungeziefer und Ratten.
Das Prinzip findet übrigens schon eifrige Nachahmer: Im Amsterdamer Stadtteil Almere, in Barcelona, Hongkong, am Flughafen von Singapur oder im Altstadtkern von Palma de Mallorca werden ebenfalls Vakuumsysteme genutzt.

Aber nicht nur in Europa werden nachhaltige Abfallkonzepte erdacht. In der Wüste von Abu Dhabi soll bis zum Jahr 2025 ein 22 Milliarden Dollar teures Ökostadt-Projekt auf einer Fläche von sechs Quadratkilometern entstehen: Masdar City. Rund 40.000 Menschen sollen dort komplett klimaneutral auf dem rund 700 Hektar großen Areal leben. Dadurch werden 90.000 Arbeitsplätze geschaffen. In der Stadt östlich der Hauptstadt Abu Dhabi sollen sich neben einer Universität rund 500 Cleantech-Firmen ansiedeln.

Der Abfall soll in Masdar City ebenfalls durch Vakuumröhren in eine unter der Stadt befindliche Sammelstelle gelangen, wo er sortiert wird, um anschließend verwertet zu werden. Restabfälle sollen verbrannt oder in Fermentierungsanlagen in brennbares Gas umgewandelt werden, während zurückbleibende Feststoffe als Baumaterial genutzt werden sollen.
Zwar wird Masdar-City seinen Energiebedarf doch nicht allein aus stadteigenen Solarkraftwerken decken können, dennoch werden beispielweise für die Klimatisierung der Gebäude in der zum Teil etwa 50 Grad heißen Region sonnenbetriebene Kühlstationen genutzt.

Deutsche Metropolen werden grün

Dass auch deutsche Städte mit modernem Know-how und einigen Ideen das Thema Abfallbeseitigung und Nutzung angehen, zeigt beispielweise das Engagement der Elbmetropole Hamburg, die im Jahr 2011 sogar „Green Capital“ und damit Umwelthauptstadt Europas ist. Mit einer Vielzahl gebündelter Aktivitäten zur Optimierung der kommunalen Abfallwirtschaft geht Hamburg in die „Recycling Offensive“, die mit neuen Entsorgungsgebühren bereits seit Januar stärkere finanzielle Anreize zur Mülltrennung bietet.
Angestrebt ist die Veränderung der Wertstoffsammelstruktur in privaten Haushalten, verstärkte Öffentlichkeitsarbeit mit dem Ziel erhöhter Motivation der Bürger, bis hin zur Anpassung des gesetzlichen Rahmens. So soll die bereits erreichte Einsparung von rund einer Million Tonnen CO2 pro Jahr durch stoffliche und energetische Abfallnutzung in Hamburg ab 2012 um weitere 100.000 Tonnen CO2 erhöht werden.

Aber auch Freiburg, die südlichste Großstadt Deutschlands, hat sich mit ihrem klaren Bekenntnis zu erneuerbaren Energiequellen und einem konsequent nachhaltigen Abfallkonzept als „Freiburg Green City“ mittlerweile weltweit einen Namen gemacht. Die Stadt überzeugt mit einer Vielzahl ökologischer, technischer und organisatorischer Lösungen. Seit 1986 unterstützt die Stadt den Ausbau der Sonnenenergie mit gezielter Projektförderung, eigenen Dachflächen und Informationskampagnen, zum Beispiel mit einem der ersten Solarkataster im Internet. Außerdem ist nach eigenen Angaben die Sortierfreude, mit der die Freiburgerinnen und Freiburger ihren Abfall in grauen, grünen, gelben und braunen Behältern entsorgen, beeindruckend. Die Folge: Das Restabfallaufkommen pro Kopf liegt deutlich unter dem Landes- und Bundesdurchschnitt. Mit einem Abfallwirtschaftskonzept von 2008 geht Freiburg zusammen mit der teilprivatisierten Abfallwirtschaft und Stadtreinigung Freiburg neue Wege, um bereits Kinder auf den Sinn und Zweck der Mülltrennung hinzuweisen. Diverse Projekte sind in Zukunft rund um das Thema Wertstoffrecycling geplant.

Berlin praktiziert unterirdische Entsorgung am Potsdamer Platz

Am Potsdamer Platz in Berlin ist aus der Zukunftsmusik ebenfalls bereits Realität geworden. Denn dort gibt es keinen Abfall mehr: zumindest augenscheinlich. Das gesamte Müllaufkommen wird unterirdisch gesammelt und abtransportiert. In einem einzigartigen Logistikzentrum 15 Meter tief in den Katakomben des prestigeträchtigen Potsdamer Platzes, befindet sich eine Welt fernab von Glamour und Lifestyle. Denn dort liegt das Herz des 6,8 Hektar großen Gebietes der Daimler City, mit unterirdischen Versorgungsgängen, die auf drei Etagen verteilt, eine Länge von fünf Kilometern vorweisen. Alle Waren für die rund 30 Restaurants und 130 Geschäfte an der Oberfläche werden dort zentral angeliefert. Rund 3000 Tonnen Abfall werden jährlich in der Daimler-City produziert und entsorgt.

Seit 1998 betreibt die ALBA Group das Logistikzentrum des Potsdamer Platzes. ALBA beschäftigt pro Schicht zehn Mitarbeiter, die sich um den reibungslosen Ablauf „unter Tage“ kümmern. In großen Containern wird der Abfall gesammelt. Jeder Behälter ist mit einem Barcode versehen, um sie den verschiedenen Kunden zuordnen zu können. Der Abfall wird abgewogen, bevor er getrennt nach Schrott, Verpackungen und Papierresten verladen wird. Der Preis der Entsorgung richtet sich nach Gewicht des Abfalls. Diese Art von „unsichtbarer“ Abfallentsorgung ist ebenfalls ein Zukunftsmodell mit dem Stadtplaner die Attraktivität der Städte künftig steigern wollen.

Städte sitzen auf ihren Rohstoffen

In Sachen modernen Abfallmanagements sind derzeit wohl aber noch die großen Metropolen wie Berlin und Hamburg die Vorreiter und Vordenker. Besonders in ländlichen Regionen, in denen keine Ballung von Müllaufkommen stattfindet, werden Konzepte benötigt, die auf Effizienz und Nachhaltigkeit basieren. Denn längst sind Städte nicht nur als Müllproduzenten zu betrachten, sondern eher als „Rohstoffquelle“. Denn der Abfall der Industrienationen birgt einige Schätze. Schon lange ist klar: Das Handy ist die ergiebigste Goldader der Welt. In nur 41 Handys steckt die gleiche Menge des Edelmetalls wie in einer ganzen Tonne Golderz. Man muss also keine Berge sprengen oder aufwendig im Sand schürfen, um diesen Schatz zu heben. Experten sprechen dabei von „Urban Mining“, die Stadt wird zur Rohstoff-Miene. So sieht sich auch das Abfallmanagement immer neuen Herausforderungen gegenüber.

Eine Stichprobe des Ministerium für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz in Hessen brachte bereits 2008 Erhellendes zu Tage: Das Ministerium ließ elf Deponien auf ihre Rohstoffvorkommen untersuchen. Das Ergebnis dieser Analyse spricht für sich: knapp eine Million Tonnen an Metallen im Wert von 250 Millionen Euro. Die Bergung dieser Altrohstoffe ist allerdings nicht ganz billig und muss langfristig finanziert werden. Zudem kostet nicht nur der Rückbau der Deponien Geld, sondern auch die Nachsorge der alten Müllhalden. Dennoch ein Konzept, das für viele Kommunen interessant sein könnte.

Das Stichwort lautet dabei in Politik und Wirtschaft: Ressourceneffizienz. Und das für die gesamte Prozesskette Rohstoffgewinnung, Produktion, Konsum und Recycling. Viele Unternehmen streben deshalb schon heute geschlossene Kreisläufe an, um bereits während der Produktion nachhaltig an die Verwertung des Endproduktes zu denken. Man spricht von „Recycling direkt am Band“: Es werden Produktionsabfälle gesammelt und anschließend zu neuen Rohstoffen verarbeitet: Die ALBA Group betreibt dieses Verfahren beispielsweise mit namhaften deutschen Automobilherstellern.
Denkbar sind geschlossene Kreisläufe aber auch in alltäglicheren Situationen wie dem Einkauf. So bietet die Interseroh Pool-System GmbH Mehrweg-Transportverpackungen an, bei denen Abfälle durch Pappe- oder Holzkisten gänzlich vermieden werden, da die Mehrwegkisten zu einem bedeutenden Teil aus recyceltem Kunststoff gewonnen werden. Dieser Kunststoff nennt sich Procyclen und ist als Sekundär-Rohstoff aus jederzeit vorhandenen gebrauchten Kunststoffen herstellbar. Und das in der gleichen Qualität wie Neuware. Außerdem sind die Procyclen-Kunststoffgranulate gegenüber herkömmlichen Rohstoffen planungssicher in Menge und Preis. Erst kürzlich hat eine große deutsche Baumarktkette Farbeimer eingeführt, die nahezu 100 Prozent aus dem neuartigen Recyclingmaterial bestehen.

Die Zukunftskonzepte der modernen Abfallwirtschaft setzen vielfältig und übergreifend an. So beginnt der Kreislauf in der Abfallvermeidung während der Produktion und der nahezu vollständigen Verwertung der gesammelten Stoffe. Entsorgungsdienstleister müssen dabei als umfassender Servicepartner zur Seite stehen und mit Ideen und Konzepten, Entwicklungen und Ideen nach vorne treiben. Eine Aufgabe, die künftig immer wichtiger wird, denn was für Kofi Annan vor rund einem Jahrzehnt noch Zukunft war, ist heute bereits Alltag: Urbanisierung „boomt“ und ist nicht aufzuhalten. Das Augenmerk muss daher heute darauf liegen, wie Abfallaufkommen jetzt und in Zukunft sinnvoll kanalisiert, gesammelt und wieder verwertet werden kann. Auch oder gerade, wenn künftig Megacities das zu Hause der Menschen sein werden.

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