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26. Juli 2019 | Im Interview: Dr. Thomas Probst, bvse

Anstoß zum Nachdenken – der „Plastikatlas“

Der kürzlich veröffentlichte „Plastikatlas“ der Heinrich-Böll-Stiftung beleuchtet Kunststoffe und ihre Auswirkungen auf Mensch und Umwelt – und sorgt derzeit für durchaus kontroverse Diskussionen. Im Interview mit recyclingnews bewertet Dr. Thomas Probst vom Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung e.V. (bvse) die Informationen aus Expertensicht – und unterstreicht den Beitrag des Kunststoffrecyclings zur Lösung von Umweltproblemen.

Die Diskussion über Kunststoffe und Strategien zur Bewältigung der global steigenden Abfallmengen steht mittlerweile ganz oben auf der politischen Agenda. Wie ist in diesem Kontext der „Plastikatlas“ der Heinrich-Böll-Stiftung zu bewerten?

Dr. Thomas Probst: Es ist wichtig und richtig, dass sich die verschiedenen gesellschaftlichen Gruppierungen dem Thema Kunststoffe in all seinen Facetten stellen. Das Besondere am „Plastikatlas“ ist, dass hier Kunststoffe und ihre Auswirkungen auf Mensch und Umwelt in 19 unterschiedlichen Themenkreisen dargestellt werden.

Die Veröffentlichung der Heinrich-Böll-Stiftung gibt allerdings auch viel Anlass zu kontroversen Diskussionen. Dabei ist inbesondere die globale Sichtweise auf Kunststoffe erfreulich. Allerdings ist es schade, dass teilweise sehr einseitige Argumentationen erfolgen. Darüber hinaus werden Kunststoffe federführend verantwortlich gemacht für Probleme wie Klimawandel, Gesundheit und Gendergerechtigkeit – das ist aus meiner Sicht unseriös. Und außerdem werden manche Sachverhalte unrichtig dargestellt oder sind nur teilweise verstanden worden.

Können Sie hierfür Beispiele nennen?

Dr. Thomas Probst: Kunststoffe werden im „Plastikatlas“ unter anderem für die Umweltprobleme der Erdölexploration verantwortlich gemacht. Hierzu muss man wissen, dass in Westeuropa der Anteil an „Petrochemie“ nur 9 Prozent der Produktion ausmacht. Dabei ist zu beachten, dass sich der petrochemische Anteil weiter aufteilt und nicht alleine zu Lasten der Kunststoffherstellung erfolgt. Immer noch wird der größte Teil des Erdöls für Verkehr und Energiegewinnung (Heizung, Strom, Dampf) genutzt. Die Erdölexploration hat als Hauptziel also die Verbrennung und nicht die Kunststoffsynthese – leider.

Wenn man also den Kunststoffen gerecht werden will, muss man eine komplette Lebenszyklusanalyse (LCA) für die jeweiligen Produkte rechnen. Und da sind die Kunststoffprodukte gegenüber solchen aus Glas, Aluminium und sogar Papier klar im Vorteil.

Für mich ist es besonders ärgerlich, dass Kunststoffe im „Plastikatlas“ immer wieder als gefährliche Materialien dargestellt werden. Beim größten Anteil der Kunststoffe – den Verpackungen – greifen das Stoffrecht (REACh, CLP), das Lebensmittelrecht und das Bedarfsgegenständegesetz. Diese rechtlichen Vorgaben sind ein scharfes Schwert, um besorgniserregende Stoffe in den Kunststoffen von vornherein auszuschließen.

Für Irritation sorgen vor allem auch die Darstellungen zum Thema Entsorgung und Recycling. Wie sind die Aussagen aus Ihrer Sicht einzuschätzen?

Dr. Thomas Probst: Richtig schätzen die Autoren ein, dass das Verbrennen von Kunststoffen energieineffizient und kostenintensiv ist – das ist eine second bzw. third best Lösung. Die Autoren reklamieren dabei auch, dass Bezeichnungen wie „Thermisches Recycling“ die energetische Nutzung beschönigen – auch diese Einschätzung teilen wir im bvse.

Des Weiteren kann die Einschätzung des chemischen Recyclings weitgehend geteilt werden. Chemisches Recycling konnte bisher nicht erfolgreich realisiert werden. Für das chemische Recycling ist noch eine Menge an Entwicklungsarbeit zu leisten. Außerdem zeigt sich, dass das chemische Recycling bisher kaum geeignet ist, schwierige Kunststoffe zu cracken.

Es überrascht allerdings, wenn die wichtigste Vorbedingung für das Kunststoffrecycling, nämlich die Abfälle sauber und getrennt zu halten, nicht als conditio sine qua non für das Recycling wahrgenommen wird. Die Hauptstellschraube für das Kunststoffrecycling ist die Erfassung.

Darüber hinaus tut die Einschätzung des Kunststoffrecyclings weh. Gerade die Verpackungskunststoffe eignen sich für das Recycling. In Deutschland werden immerhin 1,88 Millionen Tonnen an Rezyklaten erzeugt, die Neuware ersetzten. Die PET-Getränkeflaschen haben einen durchschnittlichen Rezyklatanteil von 29 Prozent, das sind sehr schöne Erfolge. Im „Plastikatlas“ wird das Recycling von Verpackungskunststoffen auf das Mischkunststoffrecycling reduziert – das ist zu einfach. Und überdies erzeugt das Mischkunststoffrecycling eine ganze Palette an Produkten, die leider nur allzu oft als Downcycling diskriminiert werden. Ich verstehe nicht, warum etwa Buhnen, Paletten, Rasengitter, Bretter, Pfähle, Rohre, Kanäle und Schächte, die aus Mischkunststoffen hergestellt werden, als minderwertige Produkte diffamiert werden.

Auch Exporte von Kunststoffabfällen nach Asien, insbesondere nach China, werden im „Plastikatlas“ angesprochen. Ein Thema, das in der Öffentlichkeit sehr kritisch wahrgenommen wird …

Dr. Thomas Probst: Das Kapitel „Müllexporte“ bezieht sich auf den Export von deutschen Kunststoffabfällen – vor dem Hintergrund des Einfuhrstopps nach China ist dies meines Erachtens ein wichtiges Thema. Dabei ist auszuführen, dass wir hier fortlaufend größere Veränderungen in den Exportwegen haben. Eine Grafik gibt also nur sehr kurzzeitig den aktuellen Stand wider. Es ist aber durchaus richtig von den Autoren, ihren Finger in die Wunde zu legen. Kunststoffabfälle aus Deutschland sind in erster Linie in Deutschland und im europäischen Verbund zu verwerten. Und für diese Verwertung sind ausreichend Kapazitäten für das Sortieren und das Recycling zu schaffen.

Im Kapitel „Sammeln und Verkaufen“ werden Kunststoffe als wertlos dargestellt – selbst für die Müllsammler. Ist das richtig?

Dr. Thomas Probst: Das Kapitel hat einen internationalen Fokus. Häufig werden Kunststoffabfälle von Ärmeren genutzt, um ihren Lebensunterhalt zu finanzieren. In Deutschland und in Europa sowie in den USA gehören hierzu diejenigen, die Pfandflaschen, also PET-Flaschen sammeln. Diese Aspekte wurden im „Plastikatlas“ überhaupt nicht beachtet. Die Publikation führt dazu aus, dass Kunststoffe überwiegend keinen Wert für Müllsammler haben. Das ist so nicht richtig! Müllsammler erzielen über das Sammeln von Getränkeflaschen (PET), Hohlkörpern (HDPE, PP) und Folien (LDPE, PP) Beiträge zum Lebensunterhalt. Die Ausprägung der Sammlungen ist aber weltweit sehr unterschiedlich.

Was können die Leser im positiven Sinne aus dem „Plastikatlas“ lernen?

Dr. Thomas Probst: Die Darstellung der Themen „Wohlstand“ und „Bioplastik“ sind sehr lesenswert. Das Kapitel zu Bioplastik ist im Ganzen sehr erfreulich dargestellt und dabei ausreichend differenziert. Gerade Biokunststoff wird häufig als Lösung aller Probleme eingeschätzt, da er fast immer mit Bioabbaubarkeit und nachwachsenden Rohstoffen gleichgesetzt wird. Und beides wird hier kritisch hinterfragt. Übrigens wird in diesem Kapitel auch auf Ökobilanzen für bio-basierte und bio-abbaubare Kunststoffe Bezug genommen.

Ihr Fazit: Welchen Stellenwert hat die werkstoffliche Verwertung von Kunststoffen heute?

Dr. Thomas Probst: Für mich ist es sehr wichtig, der Darstellung zu widersprechen, dass das Kunststoffrecycling nicht maßgeblich dazu beiträgt, die Umweltprobleme zu lösen. Das Gegenteil ist der Fall! Gerade in den Ländern, die ein ausgeprägtes Recycling aufgebaut haben, ist das Littering gering. Diese Länder tragen auch kaum Kunststoffe in die Meere ein.

Das Kunststoffrecycling mit seinen Produkten trägt wesentlich dazu bei, den Wert der Kunststoffe erfahrbar zu machen. Die Verbrennung leistet dabei eher der These Vorschub, dass Kunststoffe keinen Wert haben. Auch deshalb setzen wir uns so sehr für die werkstoffliche Verwertung von Kunststoffen ein. Es stimmt allerdings, dass das Kunststoffrecycling weltweit erst am Start ist – deshalb sollte man ihm eine faire Chance geben. (KTH)

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(Foto: ALBA Group)

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