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13. Januar 2022 | Einsatzquoten und Recyclingstandards schaffen Vertrauen in Sekundärmaterial

Zu wenig Recycling am Bau

Die neue Bundesregierung will den Bau von Wohnungen und die Sanierung von Infrastruktur deutlich beschleunigen. Damit wächst das anthropogene Lager an Kunststoffen weiter stark an. Umso drängender ist die Frage, wie Altmaterial aus dem Bausektor hochwertig recycelt werden kann. Eine aktuelle Studie im Auftrag des Umweltbundesamts gibt Antworten: Durch neue Standards für Recyclingfähigkeit, Vorgaben für Rezyklateinsatz, klare Kennzeichnung von Produkten und eine faire Preisgestaltung von Neu- und Recyclingrohstoffen.

Rohre, Fenster, Zäune, Lärmschutzelemente, Profile, Dämmstoffe – gebaut wird in Deutschland nicht nur mit Stein und Beton, sondern auch mit viel Kunststoff: Der Bausektor verbraucht jährlich 2,5 bis 3 Millionen Tonnen, davon sind etwa 30 Prozent Rohre, 22 Prozent Profile und 18 Prozent Dämmmaterial. Bei den Kunststoffsorten dominieren PVC und PE, gefolgt von den Dämmstoffen Polystyrol und Polyurethan.

Kaum Getrenntsammlung auf Baustellen

Die Grundsätze für hochwertiges Recycling sind bekannt: konsequente Getrenntsammlung, möglichst (sorten)reine Abfallströme, effektive Verwertungsverfahren, klare Standards und Qualitäten für Rezyklate.

Davon ist die Praxis weit entfernt. „Noch fehlt es an geeigneten Vorgaben für das Recycling der Kunststoffbauprodukte, zudem werden die Mengen ungenügend erfasst“. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie, die das Wuppertal-Institut für Klima, Umwelt, Energie und das Würzburger Kunststoff-Zentrum SKZ im Auftrag des Umweltbundesamts (UBA) erarbeitet haben und die Ende November 2021 vorgelegt wurde.

Zwar müssen Bau- und Abbruchabfälle laut Gewerbeabfallverordnung getrennt gesammelt werden, vielfach werden Altkunststoffe aber über die gemischten Bauabfälle entsorgt. Verpackungen von Bauprodukten müssen nach den Vorgaben des Verpackungsgesetzes verwertet werden, aber auch sie landen oft bei den Baumischabfällen. Ein besonderer Fall sind polymere Dämmstoffe: Sie werden laut Abfallschlüssel derzeit gemeinsam mit – werkstofflich völlig unterschiedlicher – Glas- und Steinwolle gesammelt, was ein Recycling unwirtschaftlich macht.

Zu wenig Vertrauen in Rezyklate

Die Studie untersucht zwölf Rücknahmesysteme, die teilweise bereits seit Jahrzehnten existieren. Für die meisten gilt: Die rückgenommen Mengen liegen im einstelligen Prozentbereich der Jahresproduktion. Beispielsweise stellen Rohre zwar mengenmäßig den größten Anteil an Bau-Kunststoffen, 2018 wurden aber nur sieben Prozent Rezyklate in Rohren verarbeitet. 2019 erklärte der Fachverband zwar, dass er die Quote auf 82.000 Tonnen verdoppelt will – bis wann, ließ er allerdings offen. Bei Fenstern kommen etwa 18 Prozent Rezyklate zum Einsatz, das Potenzial liegt aber nach Schätzung der Autor*innen mit mindestens 50 Prozent weitaus höher.

Altkunststoffe aus dem Bau zeigen einige Spezifika: Derzeit rücklaufende Abfallströme enthalten Kunststoffe, die Jahrzehnte alt sind. „Die in alten Produkten enthaltenen unbekannten oder gefährlichen Inhaltsstoffe erschweren das werkstoffliche Recycling“, konstatiert die UBA-Studie. Zudem müssen viele Materialien sicher und langlebig sein und eine Fülle von Standards und Normen erfüllen. Für druckbelastete Behälter oder Rohre beispielsweise sind Sekundärkunststoffe derzeit nicht zugelassen. Außerdem stellen die Autor*innen fest: „Prinzipiell erlauben bereits viele Normen den Rezyklateinsatz, jedoch wird der Einsatz von Verarbeiter- und Kundenseite häufig noch kritisch gesehen.“

UBA: Klare Kennzeichnung und Recyclingstandards

Das UBA sieht mehrere Hebel, um dennoch mehr Menge zu recyceln. Entscheidend ist, Vertrauen in Recyclingrohstoffe zu schaffen. Dafür sollten Produktstandards um Vorgaben zu Recyclingfähigkeit und Rezyklateinsatz ergänzt werden. Technische Datenblätter und Produktdeklarationen sollten verpflichtend Angaben zu Rückgabe und Recycling enthalten, zumal der Aufwand für die Hersteller hierfür gering sei. Sekundärbaustoffe, betont die Studie,, „müssen durch qualitätsgesicherte Aufbereitungsverfahren entstehen und prüfbare Anforderungen, unter anderem an den Schadstoffgehalt, erfüllen.“ Auch das schaffe Transparenz und Vertrauen.

Dämmstoffe aus Kunststoff getrennt sammeln

Für Dämmstoffe fordert das UBA, dass sie künftig nicht mehr gemeinsam mit Glas- und Steinwolle gesammelt werden. Zwar ist der Rücklauf von Schäumen derzeit noch klein, er wird in den kommenden Jahren aber deutlich wachsen. Um das Material in einen Kreislauf zu schleusen, ist ein separater Abfallschlüssel oder die Aufnahme in den Abfallschlüssel für Kunststoffe notwendig.

Nicht zuletzt gibt es am Bau eine Fülle von Produkten, für die die Technischen Baubestimmungen keinen Verwendungszweck vorsehen. Dazu zählen Dränelemente, Spaltenböden, mobile Trennwände und drucklose Behälter. Da die Qualitätsansprüche für solche Bauteile vergleichsweise niedrig sind und teure Aufbereitungsprozesse entfallen, liegen hier laut Studie große Potenziale für einen höheren Rezyklateinsatz.

Mehr Fairness im Preis

Ein wesentlicher Hebel ist nicht zuletzt der Preis. „Im bestehenden System ist der Preisunterschied zwischen Rezyklaten und Neuware nicht groß genug, um den Rezyklateinsatz betriebswirtschaftlich zu rechtfertigen“, schreiben die Autor*innen. Durch Anrechnung von Klima- und Umweltkosten auf den Preis von Neukunststoffen würde dieses Gleichgewicht verschoben. Geht man, wie vom UBA empfohlen, von Kosten von mindestens 180 Euro pro Tonne CO2 aus, wären Recyclingkunststoffe aufgrund ihrer geringeren Treibhausgasemissionen auf einen Schlag preislich konkurrenzfähig. (Christa Friedl)

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(Foto: Zsolt Biczó – stock.adobe.com)

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