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6. Oktober 2021 | Dr. Markus Hiebel zur Ressourcenbilanz der ALBA Group

„Recyclingrohstoffe brauchen dringend mehr Akzeptanz“

Beeindruckende Zahlen zum Klima- und Ressourcenschutz: Die aktuelle ALBA Group-Studie „resources SAVED by recycling“ belegt, in welchem Maße die Kreislaufführung von Rohstoffen die Umwelt entlastet. Im Interview mit recyclingnews erläutert Dr. Markus Hiebel, Leiter der Abteilung Nachhaltigkeit und Partizipation Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT, Ergebnisse und Hintergründe der wissenschaftlichen Untersuchung. Die größten Nutzeneffekte lassen sich aus seiner Sicht erzielen, wenn die gesamte Wertschöpfungskette konsequent nach dem Kreislauf-Prinzip ausgerichtet wird.

Herr Dr. Hiebel, im Auftrag der ALBA Group untersuchen Sie regelmäßig, wie viele Treibhausgasemissionen und Primärrohstoffe jährlich durch die Kreislaufführung von Wertstoffen innerhalb der Unternehmen des Recycling- und Umweltdienstleisters eingespart werden. Was sind die wichtigsten Ergebnisse der aktuellen Studie?

Dr. Markus Hiebel: Es ist immer wieder wichtig, sich vor Augen zu führen, welchen Unterschied es macht, ob beispielsweise Kunststoffgranulate aus recycelten Verpackungen oder aus der endlichen Ressource Erdöl hergestellt werden. Unsere Studie belegt die Umweltvorteile des Recyclings aufs Kilogramm genau. Im Gesamtergebnis hat die ALBA Group 2020 rund 4,8 Millionen Tonnen Wertstoffe im Kreislauf geführt. Dadurch wurden 3,5 Millionen Tonnen klimaschädliche Treibhausgase eingespart. Was das bedeutet, macht ein Vergleich deutlich: Die Menge der eingesparten Emissionen entspricht in etwa 5 Millionen Hin- und Rückflügen zwischen Frankfurt am Main und Mallorca.

Wie werden die Ergebnisse ermittelt?

Dr. Markus Hiebel: Die Methodik basiert auf einer detaillierten Gegenüberstellung der Primär- und Recyclingprozesse. Wir ermitteln den Ressourcen- und Energieverbrauch für jeden Prozessschritt – und speisen die Daten anschließend in das Ökobilanzsystem GaBi (Ganzheitliche Bilanzierung) ein. Basierend auf den Daten der ALBA Group und Datensätzen der Software wird berechnet, welche Einsparungen durch den Recyclingprozess im Vergleich zum Primärprozess erzielt werden. Beim Recycling von Kunststoffen etwa schlägt unter anderem die Vermeidung energieintensiver Prozesse zur Erdölförderung und -aufbereitung zu Buche. Im Jahr 2020 haben wir die Stoffströme Kunststoffe, Metalle, Elektroaltgeräte, Holz, Papier/ Pappe/Karton sowie Glas betrachtet.

Von der Sortierung bis zur Produktion der Recyclingrohstoffe – inwieweit beeinflussen technische Innovationen die ökologische Bilanz?

Dr. Markus Hiebel: Grundsätzlich gilt: Je energieeffizienter die Recyclingverfahren, desto besser die Treibhausgasbilanz. Die ALBA Group-Tochter Interseroh hat in den vergangenen Jahren beispielsweise in innovative Extrusionssysteme investiert – im Ergebnis spart der Einsatz von Procyclen mittlerweile 56 Prozent Treibhausgasemissionen im Vergleich zu Neuware aus Rohöl. Auch die Sortierung wird immer besser. Digitale Technologien und der Einsatz künstlicher Intelligenz tragen zunehmend dazu bei, zum Beispiel aus Leichtverpackungen sortenreine Recyclingkunststoffe für die Industrie zu gewinnen.

Die besten Recyclingtechnologien stoßen aber an ihre Grenzen, wenn Produkte und Verpackungen nicht von vornherein recyclinggerecht gestaltet werden. Wie das geht, zeigt zum Beispiel der Interseroh-Standard „Made for Recycling“. Innovationen in diesem Bereich – Verpackungen mit optimaler Schutzfunktion und Recyclingfähigkeit – nutzen nicht nur der Umwelt, sondern auch den Unternehmen, denn die Verbraucher*innen erwarten nachhaltiges Engagement.

Was muss aus Ihrer Sicht passieren, damit die Umstellung auf eine zirkuläre Wirtschaft gelingt und die Potenziale des Recyclings endlich in vollem Umfang genutzt werden können?

Dr. Markus Hiebel: Es geht nicht darum, eine Art Schalter umzulegen. Ganz im Gegenteil. Wir befinden uns in einem Transformationsprozess, bei dem gut überlegt sein will: Wie kann der Weg aussehen? Und wer muss mitgenommen werden? Der Nutzen des Recyclings wird dann am größten sein, wenn die gesamte Wertschöpfungskette nach dem Kreislauf-Prinzip ausgerichtet wird. Die zirkuläre Transformation erfordert ein im wahrsten Sinne rundum neues Denken. Produkte sollten von Anfang an so konzipiert und behandelt werden, dass sie Recyclingrohstoffe enthalten – und sich am Ende sinnvoll verwerten lassen. Wenn dieser Veränderungsprozess erfolgreich sein soll, müssen Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft an einem Strang ziehen.

Welchen Beitrag kann und sollte die Wissenschaft leisten?

Dr. Markus Hiebel: Die Wissenschaft kann Innovationen ermöglichen – durch eigene Forschung, wie wir sie etwa im Fraunhofer Cluster Circular Plastics Economy CCPE vorantreiben, aber auch im Auftrag der Wirtschaft oder in gemeinsamen Projekten. Darüber hinaus übernehmen wir immer wieder die Rolle eines neutralen Vermittlers. Wir bringen die Akteure an einen Tisch, damit die gesamte Wertschöpfungskette und die berechtigten Interessen der Beteiligten berücksichtigt werden.

Was wünschen Sie sich als Wissenschaftler, der sich seit vielen Jahren mit Recycling beschäftigt, für die kommenden Jahre?

Dr. Markus Hiebel: Wichtig ist das Bewusstsein für Zusammenhänge – auch und gerade in puncto Klima- und Ressourcenschutz. Ich hoffe, dass wir dazu mit unserer Arbeit beitragen können. Außerdem brauchen Recyclingrohstoffe dringend mehr Akzeptanz. Hier wünsche ich mir viele erfolgreiche Kooperationen entlang der Wertschöpfungskette, die für alle Partner*innen Vorteile bringen. Und nicht zuletzt wünsche ich mir mehr ganzheitliches Denken: Wir müssen beim Produktdesign ansetzen, damit Produkte in Zukunft besser reparierbar, IT-Geräte updatefähig und schnellumlaufende Verpackungen recyclingfähig sind. (Karin Thissen)

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(Foto: Fraunhofer UMSICHT)

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