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8. September 2021 | Rezyklateinsatz in der Kosmetikindustrie

Standards für Kunststoffrezyklate: Qualität ohne Kompromisse

Das Recycling von Kunststoffen schont Ressourcen und trägt signifikant zum Klimaschutz bei. Die Potenziale lassen sich allerdings nur dann voll ausschöpfen, wenn die Industrie mehr Rezyklate einsetzt. Eine wichtige Voraussetzung sind klare Qualitätsstandards – etwa für hochwertige Recyclingkunststoffe aus dem Gelben Sack. Daran arbeitet zum Beispiel die Initiative CosPaTox: Ziel des Konsortiums ist es, bis 2023 Standards für Post Consumer Rezyklate (PCR) zu definieren, die zu Kosmetik- und Haushaltsverpackungen verarbeitet werden.

Kräuteressig oder Essigreiniger, H-Milch oder pflegende Körpermilch – völlig verschiedene Produkte für unterschiedliche Verwendungszwecke. Doch wenn es darum geht, ob die Verpackungen aus Recyclingkunststoff bestehen dürfen, wird bislang kaum differenziert. „Da es bis heute keine verbindlichen Standards etwa für Kosmetika gibt, orientieren sich die Hersteller traditionell an den strengen Vorgaben für Lebensmittelverpackungen“, erklärt Dr. Ulrich Kückelmann, Experte für Kunststoffrezyklate beim Umweltdienstleister Interseroh. „Das ist in manchen Fällen ein ,Over-Engineering‘ und schränkt den Einsatz von Post-Consumer-Rezyklaten unnötig ein.“ Die Initiative CosPaTox – kurz für Cosmetics, Packaging and Toxicology – möchte dies nun ändern: Innerhalb von zwei Jahren will das Konsortium eine einheitliche Regelung für Rezyklate in der Kosmetikindustrie erarbeiten – und so für alle Beteiligten der Wertschöpfungskette Klarheit über Anforderungen und Möglichkeiten schaffen. Gemeinsam mit Unternehmen aus Handel, Marken- und Verpackungsindustrie ist auch Interseroh an dem Projekt beteiligt.

„Natürlich haben Industrie und Handel eine hohe Verantwortung gegenüber den Verbraucher*innen“, sagt Dr. Kückelmann. „Die größte Sorge ist, dass durch den Einsatz von Rezyklaten die Produktsicherheit von Kosmetika oder auch sensorische Kriterien wie der Geruch negativ beeinflusst werden könnten.“ Entsprechend vielfältig sind die Herausforderungen für die Hersteller*innen von Recyclingrohstoffen: Um Rezyklate in gleichbleibender Qualität liefern zu können, brauchen sie gut sortierte Ausgangsmaterialien, ständige Kontrollen der Inhaltsstoffe und leistungsstarke Produktionsverfahren.

Qualitätsgesicherte Rezyklate nach individuellen Vorgaben

Die Recyclingspezialist*innen von Interseroh arbeiten bereits seit Jahren daran, marktgerechte Kunststoffrezyklate aus gebrauchten Verpackungen herzustellen. Gesicherte Standards für Prozesse, Analytik und Qualitätskontrollen der PCR-Materialien sind dabei eine wesentliche Voraussetzung. Ein wichtiger Schritt in Richtung Standardisierung: 2020 erhielt das unternehmenseigene Kompetenzzentrum für Kunststoffrecycling im slowenischen Maribor die internationale Akkreditierung.

Auf der Basis des preisgekrönten Upcycling-Verfahrens Recycled-Resource erstellt Interseroh in seinem Labor qualitätsgesicherte Rezyklate nach individuellen Vorgaben – auch für die Kosmetikindustrie: Als erstes Unternehmen der dekorativen Kosmetik setzt cosnova seit dem Frühjahr 2021 den Post Consumer Recyclingkunststoff Procyclen für Verpackungen seiner Beauty-Produkte ein. Das Material wurde durch die Zugabe von Spezial-additiven genau auf die Kundenwünsche abgestimmt und findet sich unter anderem in Nagellack-Verschlusskappen. Mit dem Produktinhalt selbst kommt es nicht in Berührung.

Neue Anwendungen erschließen

Das Beispiel zeigt: Bereits heute erfüllen Recyclingkunststoffe aus dem Gelben Sack/der Gelben Tonne hohe Qualitätserwartungen an Farbe, mechanische Beständigkeit, Stabilität in der Verarbeitung sowie Materialreinheit. Kontinuierliche Entwicklungsarbeit und eindeutige Qualitätsstandards vorausgesetzt, seien in Zukunft vielfältige Anwendungen denkbar, so der Experte. Um die Standardisierung voranzutreiben, engagiert sich Interseroh unter anderem auch in DIN-Normungsgremien. Der Ausschuss „Recycling von Kunststoffen in der Kreislaufwirtschaft“ erarbeitet nach eigenen Angaben „zur Erhöhung des Rezyklatanteils und der Rezyklatqualität in Erzeugnissen Normen, Spezifikationen und Technische Berichte für die Erfassung, Sortierung und Verwertung von Kunststoffabfällen.“

Normungsprozesse gestalten sich jedoch – nicht zuletzt durch die notwendigen europäischen und internationalen Abstimmungen – traditionell recht langwierig. Umso wichtiger sind eigene Initiativen der Wirtschaft: „CosPaTox kann hier vielleicht als Blaupause für weitere Kooperationen entlang der Wertschöpfungskette dienen“, so Dr. Kückelmann. „Gerade das Spannungsfeld zwischen den Realitäten des Recyclings und den sinnlichen Ansprüchen der Kosmetikindustrie wird auch Innovationen befördern. Der erhöhte Einsatz von PCR-Materialien in weiteren Konsumgütern sollte in jedem Fall das Ziel sein.“ Ein Ziel, das aus seiner Sicht nicht zuletzt auch politische Unterstützung braucht: „Vor dem Hintergrund der Klimakrise ist es schwer nachvollziehbar, dass der Einsatz fossiler Rohstoffquellen noch nicht stärker bepreist wird. Oder besser andersherum: Die nachgewiesene Einsparung von Treibhausgasemissionen durch den Einsatz von Rezyklaten müsste endlich belohnt werden.“ (Karin Thissen)

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(Foto: ALBA Group / Amin Akhtar)

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