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1. Juli 2021 | 30 Jahre Interseroh

„Wir zünden eine neue Stufe des Verpackungsrecyclings“

Vor 30 Jahren fiel in Deutschland der Startschuss für Abfalltrennung und Verpackungsrecycling. Seitdem hat auch der Kölner Umweltdienstleister Interseroh den Aufbau der Kreislaufwirtschaft mitgeprägt. Das Jubiläum des Unternehmens ist Anlass, den Blick auf aktuelle Herausforderungen und neue Entwicklungen zu richten: Im Interview mit recyclingnews spricht Markus Müller-Drexel, Geschäftsführer der INTERSEROH Dienstleistungs GmbH, über die Novelle des Verpackungsgesetzes, wichtige Weichenstellungen im Wahljahr und das innovative Angebot Interseroh+. Das duale System soll für beteiligte Unternehmen künftig „die Eintrittskarte für den gesamten Rohstoffkreislauf“ darstellen.

Am 12. Juni 1991 wurde die „Verordnung über die Vermeidung und Verwertung von Verpackungsabfällen“ im Bundesgesetzblatt veröffentlicht – die Geburtsstunde der Gelben Tonne und des Dualen Systems. Wo stehen wir heute, 30 Jahre später, beim Verpackungsrecycling?

Markus Müller-Drexel: Das Thema ist aktueller denn je, denn Klimaneutralität lässt sich nur durch das Schließen von Rohstoffkreisläufen erreichen. Die Einführung der Abfalltrennung hat damals eine Wende eingeläutet, weg von der Wegwerfgesellschaft hin zu einem verantwortungsvolleren Umgang mit Wertstoffen. Heute ist vielen Menschen bewusst, dass Verpackungen wertvolle Rohstoffe sind und ihr Recycling zum Schutz von Klima und Ressourcen beiträgt. Auch die Industrie legt zunehmend Wert auf eine nachhaltige Verpackungsgestaltung. Allein in den letzten drei Jahren haben wir zum Beispiel mit unserer Analyse „Made for Recycling“ Marken- und Verpackungshersteller*innen beim gesamten Prozess der Verpackungsoptimierung unterstützt und rund 1.600 Analysen durchgeführt.

Der Umbau zu einer echten Kreislaufwirtschaft funktioniert aber nicht auf Knopfdruck. Wir befinden uns nach wie vor in einem Transformationsprozess, und alle Akteure von den Verbraucher*innen über die Industrie bis zur Politik sind gefordert, stärker in Kreisläufen zu denken und zu handeln. In diesem Jahr bieten das novellierte Verpackungsgesetz und die anstehende Bundestagswahl wichtige Chancen, das Rad in Richtung Circular Economy weiterzudrehen.

Pünktlich zum 30. Geburtstag hat Interseroh Neuerungen angekündigt – den Start des dualen Systems „Interseroh+“. Welche Strategie steht dahinter?

Markus Müller-Drexel: Das neue Angebot geht weit über die Lizenzierung von Verpackungen hinaus – wir zünden damit quasi eine neue Stufe im Verpackungsrecycling. Neben anspruchsvollen gesetzlichen Anforderungen werden Handel und Industrie künftig verstärkt nach Lösungen suchen, ihre Verpackungen nachhaltig zu gestalten. Das heißt: mehr recyclingfähige Verpackungen mit einem wachsenden Anteil an Recyclingrohstoffen. Das wünschen sich auch die Verbraucher*innen. Mit dem dualen System Interseroh+ bieten wir unseren Kund*innen die Eintrittskarte in den kompletten Rohstoffkreislauf. Das „+“ steht dabei für die vielen ergänzenden Dienstleistungen – vom Zugriff auf die von uns produzierten Recyclingrohstoffe über das Prüfverfahren „Made for Recycling“ bis zu Beratungs- und Lösungsansätzen wie „Lizenzero“. Eine weitere Besonderheit: Interessierte Unternehmen können vom Kunden zum Akteur werden, sich an dieser Gesellschaft beteiligen und geschlossene Wertstoffkreisläufe aktiv gemeinsam voranbringen. Unser Slogan „Die Recycling Allianz“ unterstreicht diesen kooperativen Ansatz.

Aktuell stehen auch Neuerungen im Verpackungsgesetz an: Wie kann die Novelle, die teils bereits in diesen Tagen und dann in weiteren Schritten ab Januar 2022 und Juli 2022 in Kraft tritt, zur Stärkung des Recyclings beitragen? Und was ändert sich eigentlich konkret?

Markus Müller-Drexel: Wer Verpackungen in Umlauf bringt, muss auch finanziell Verantwortung für das umweltschonende Recycling dieser Verpackungen übernehmen. Das war von Anfang an die Grundidee. Seit Inkrafttreten des Verpackungsgesetzes Anfang 2019 wurde hier – auch durch die Arbeit der Stiftung Zentrale Stelle Verpackungsregister (ZSVR) als Kontrollinstanz – noch einmal viel erreicht. Immerhin konnte die Zahl der Unternehmen mit Systembeteiligung von 60.000 auf rund 212.000 gesteigert werden. Mit der Novelle werden die Regeln jetzt noch einmal verschärft. Beispiel Online-Handel: Hersteller*innen und Händler*innen, die etwa über Amazon oder eBay in Deutschland verkaufen wollen, müssen vor Inverkehrbringen der Ware eine Beteiligung der Verpackungen an einem dualen System sicherstellen. Künftig sind die Plattformen verpflichtet, diese Systembeteiligung zu überprüfen. Ich halte das für einen Schritt in die richtige Richtung – so entsteht mehr Transparenz im Verpackungsrecycling und Wettbewerbsverzerrungen lassen sich vermeiden.

Wie können die dualen Systeme den Online-Handel unterstützen?

Markus Müller-Drexel: Klassische Aufgabe der Systembetreiber ist die sichere Rücknahme, die Sortierung und das Recycling der Verpackungsmaterialien. Mit „Lizenzero“ haben wir bereits vor mehr als zwei Jahren einen Webshop entwickelt, der den Zugang zum System vereinfacht und es mit wenigen Klicks ermöglicht, die Pflichten aus dem Verpackungsgesetz unkompliziert zu erfüllen. Das gibt gerade kleineren Online-Händler*innen mehr Sicherheit – auch mit Blick auf die Anforderungen der Novelle. Aktuell haben wir den Online-Shop um einen exklusiven Partnerbereich erweitert: Unsere Kund*innen profitieren dadurch von besonderen Angeboten in den Bereichen Verpackung, Software, Logistik und Beratung. So können sie ihr Business optimieren und ihrer Produktverantwortung leichter nachkommen.

In knapp zwei Monaten ist Bundestagswahl. Wie kann die Politik aus Ihrer Sicht dazu beitragen, die Schubkraft in Richtung Kreislaufwirtschaft weiter zu verstärken?

Markus Müller-Drexel: Es ist jetzt Zeit für einen echten Paradigmenwechsel – hier muss die nächste Bundesregierung Mut beweisen und klare, weitreichende Entscheidungen treffen. Der Neuanfang bietet die Chance, durch eine kluge, rasche und verbindliche Umsetzung des European Green Deals und des Circular Economy Action Plans einen funktionierenden Markt für Recyclingrohstoffe zu schaffen. Besonderer Handlungsdruck besteht beim Recycling von Kunststoffverpackungen, das Interseroh unter anderem mit seinem Kompetenzzentrum für Kunststoffrecycling im slowenischen Maribor maßgeblich mit vorangetrieben hat: Dank innovativer Verfahren und automatisierter Technologien bis hin zur künstlichen Intelligenz sind wir in der Lage, aus Post-Consumer-Abfällen hochwertige Materialien herzustellen, die bereits in vielen Bereichen Neuware ersetzen. Um das gesamte Potenzial zu heben, brauchen wir aber verbindliche Mindestquoten für den Rezyklateinsatz, entsprechende finanzielle Anreizsysteme sowie definierte Industriestandards für Recyclingrohstoffe. Mit anderen Worten: förderliche Rahmenbedingungen für das Schließen von Rohstoffkreisläufen auf allen Ebenen der Wertschöpfung. Damit wäre viel gewonnen für eine nachhaltigere, möglichst klimaschonende und resiliente Wirtschaftsstruktur. (Karin Thissen)

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(Foto: ALBA Group)

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