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25. Juni 2021 | BDI: Circular Economy sichert Klimaschutz und Wertschöpfung

Deutsche Industrie dreht im Kreis

Deutschland braucht die Kreislaufwirtschaft, um sich zu einem klimaneutralen Industriestandort zu entwickeln, der weltweit wettbewerbsfähig bleibt. Darauf weist eine Kurzstudie zur Circular Economy hin, die der BDI auf seinem „Tag der Industrie“ diese Woche vorgestellt hat. Unternehmen müssen Stoffkreisläufe konsequent schließen und Produkte recyclingfähig gestalten, rät der Industrieverband. Dann könnte Deutschland Leitanbieter für Technologien werden, die nachhaltige Wertschöpfungsketten ermöglichen.

„Eine funktionierende zirkuläre Wirtschaft ist ein bedeutender Baustein beim Erreichen der Klimaziele“, schreibt die Bundesregierung in ihrem Klimaschutz Sofortprogramm 2022 von diesem Mittwoch. Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) sieht das ganz ähnlich, mehr noch: „Wir schätzen, dass durch Kreislaufwirtschaft bis 2030 eine zusätzliche Bruttowertschöpfung von 12 Milliarden Euro pro Jahr erreichbar ist sowie ein Beschäftigungszuwachs von 177.000 Arbeitsplätzen“. Das schreibt die Unternehmensberatung Deloitte, die im Auftrag des BDI die Potenziale einer Circular Economy bis 2030 ermittelt hat.

Kreislaufwirtschaft mache die deutsche Wirtschaft bei wichtigen Rohstoffen weniger importabhängig und könnte durch steigendem Einsatz von Recyclingrohstoffen jährlich weitere 5,5 Mio. t Treibhausgase einsparen.

Kreislaufwirtschaft bringt unternehmerischen Gewinn

Für die Untersuchung hat Deloitte Statusberichte und Strategiepapiere zur Rohstoff- und Kreislaufwirtschaft herangezogen, außerdem Expert*innen von Verbänden und Unternehmen online befragt, wie hoch sie das Substitutionspotenzial durch Recyclingrohstoffe bis 2030 einschätzen. Die geschätzten Werte wurden in ein globales makroökonomisches Input-Output-Modell eingespeist, um zu simulieren, welche Effekte daraus resultieren. Eines der für den BDI wichtigsten Resultate: Kreislaufwirtschaft bringt unternehmerischen Gewinn. Die direkte zusätzliche Wertschöpfung in der Recyclingbranche beziffert die Studie auf 5 Milliarden Euro jährlich, die indirekten Effekte in vor- und nachgelagerten Branchen auf weitere 7 Milliarden Euro jährlich.

Die befragen Expert*innen wurden gebeten, einen unteren und einen oberen Schätzwert für die Substituierbarkeit einzelner Rohstoffe anzugeben. Für ihre Berechnungen nutzten die Autor*innen den Durchschnitt der oberen Grenze und damit einen – optimistischen – Maximalwert. Der Einfachheit halber gingen sie außerdem davon aus, dass Primär- und Recyclingrohstoff gleich viel kosten und verringerte Importe komplett durch in Deutschland vearbeitete Recyclingrohstoffe ersetzt werden.

Mehr Recyclingrohstoff – weniger Klimagase

Wenig überraschend: Die Substitutionsquoten variieren je nach Rohstoff stark. Bei Stahl könnte die Quote bis 2030 von derzeit 44 auf 58 Prozent steigen, bei Aluminium von 53 auf 72 Prozent und bei Blei und Papier von 75 auf 83 Prozent. Weitaus geringer sind und bleiben die Quoten bei Kunststoffen, Baustoffen und Holz. Allerdings sieht die Studie auch hier deutliche Sprünge: bei Kunststoffen von 14 auf 36 Prozent, bei Holz von 33 auf 48 Prozent, bei Baustoffen von 13 auf 38 Prozent.

Global würden die höheren Substitutionsquoten pro Jahr 14,4 Millionen Tonnen Treibhausgase einsparen. Die Einsparungen summieren sich über die gesamten Lieferkette, beispielsweise dadurch, dass weniger Erze und Mineralien im Ausland abgebaut und über weite Strecken transportiert werden. Im Gegenzug steigen in Deutschland die Emissionen durch mehr Aufbereitung und Recycling um knapp 9 Millionen Tonnen jährlich. Unterm Strich steht ein positiver Netto-Gesamteffekt von 5,5 Millionen weniger Treibhausgase pro Jahr. Zum Vergleich: Das entspricht in etwa der Menge an Emissionen, die Deutschland einsparen könnte, wenn jede/r zweite Pendler*in auch nach der Pandemie weiterhin im Homeoffice arbeitet.

Politik muss Markt für Rezyklate öffnen

Allerdings: „Die Herausforderungen einer umfassenden Kreislaufwirtschaft sind ähnlich groß wie die Dekarbonisierung des Energiesystems,“ betont Holger Lösch, stellvertretender BDI-Hauptgeschäftsführer. Die Studie sieht zwei wesentliche Erfolgsfaktoren: eine intensive Zusammenarbeit mit Lieferanten, Kunden und Unternehmen der Abfallwirtschaft, außerdem einen klaren Fokus auf diejenigen Materialien und Produkte, die den größten ökonomischen und ökologischen Effekt versprechen. Dazu gehören beispielsweise Metalle und Batterien. Zudem sei der Einsatz digitaler Technologien elementar. Durch elektronische Etiketten oder Blockchain-Technologie werde eine Schließung von Stoffströmen über mehrere Akteure hinweg deutlich einfacher.

Entscheidend für eine erfolgreiche Kreislaufwirtschaft sind nicht zuletzt die Weichenstellungen der Politik, betont der BDI. Die Politik müsse regulatorische Hemmnisse beseitigen, um einen EU-Binnenmarkt nicht nur für Primärrohstoffe, sondern auch für Rezyklate zu ermöglichen. Zudem müsse der Preisunterschied von Primär- und Recyclingrohstoffen z.B. durch steuerliche Maßnahmen ausgeglichen und die Begrenzung öffentlicher Ausschreibungen auf die Verwendung von Neuware aufgehoben werden. (Christa Friedl)

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(Foto: BDI/Christian Kruppa)

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