App-Download

Die recyclingnews-App gibt es zum kostenlosen Download im iOS-App-Store und im Google-Play-Store. So verpassen Sie nichts mehr.

     

Newsletter bestellen

Felder mit einem * müssen ausgefüllt werden

Formular zur Anmeldung zum Hauptnewsletter (MG)

Formular zur Anmeldung zum Hauptnewsletter (MG)

Formular zur Anmeldung zum Hauptnewsletter (MG)

Formular zur Anmeldung zum Hauptnewsletter (MG)

Formular zur Anmeldung zum Hauptnewsletter (MG)

Formular zur Anmeldung zum Hauptnewsletter (MG)

Formular zur Anmeldung zum Hauptnewsletter (MG)

Formular zur Anmeldung zum Hauptnewsletter (MG)

Formular zur Anmeldung zum Hauptnewsletter (MG)

Formular zur Anmeldung zum Hauptnewsletter (MG)

Formular zur Anmeldung zum Hauptnewsletter (MG)

Formular zur Anmeldung zum Hauptnewsletter (MG)

Formular zur Anmeldung zum Hauptnewsletter (MG)

Formular zur Anmeldung zum Hauptnewsletter (MG)

Formular zur Anmeldung zum Hauptnewsletter (MG)

Formular zur Anmeldung zum Hauptnewsletter (MG)

Formular zur Anmeldung zum Hauptnewsletter (MG)

Formular zur Anmeldung zum Hauptnewsletter (MG)

an diese Email werden Emails verschickt (MG)

an diese Email werden Emails verschickt (MG)

Formular zur Anmeldung zum Hauptnewsletter (MG)

Formular zur Anmeldung zum Hauptnewsletter (MG)

Hiermit erkläre ich mich mit den Datenschutzbestimmungen der recyclingnews einverstanden.

Hiermit erkläre ich mich mit den Datenschutzbestimmungen der recyclingnews einverstanden.

 

Newsletter abbestellen

Hier können Sie den Newsletter abbestellen. Geben Sie dafür bitte die E-Mail-Adresse ein, mit der Sie bisher als Empfänger registriert waren.

an diese Email werden Emails verschickt (MG)

an diese Email werden Emails verschickt (MG)

21. September 2021 | Drei Fragen an: Virginijus Sinkevičius

EU-Kommission: Rezyklateinsatzquoten für Verpackungen kommen

Den weltweiten Übergang von einer linearen zu einer Kreislaufwirtschaft zu beschleunigen – das ist das Ziel der Globalen Allianz für Kreislaufwirtschaft und Ressourceneffizienz (Global Alliance for Circular Economy and Resource Efficiency GACERE). In der vergangenen Woche hat das erste hochrangige Mitgliedstreffen unter Federführung der EU-Kommission stattgefunden. Aus diesem Anlass hat recyclingnews beim EU-Kommissar für Umwelt, Ozeane und Fischerei Virginijus Sinkevičius nachgefragt, welche konkreten Schritte er unternimmt, um den Einsatz von Recyclingrohstoffen europaweit zu forcieren.

Im Februar 2021 haben Sie gemeinsam mit dem Umweltprogramm der Vereinten Nationen UNEP die Globale Allianz für Kreislaufwirtschaft und Ressourceneffizienz in Leben gerufen. Was genau unternehmen Sie, um die Kreislaufwirtschaft weltweit voranbringen?

Virginijus Sinkevičius: Bereits bei der Verabschiedung des Aktionsplans für die Kreislaufwirtschaft im März 2020 hat sich die EU-Kommission darauf verständigt, eine internationale Allianz für Kreislaufwirtschaft zu bilden. Ich bin stolz, dass wir diese Verpflichtung weniger als ein Jahr später erfüllt haben. Die Globale Allianz für Kreislaufwirtschaft und Ressourceneffizienz ist heute Realität. Ihr gehören mittlerweile 15 Mitgliedsländer aus allen Kontinenten an – große ebenso wie kleine, Industrienationen ebenso wie Schwellenländer.

Bei den Verhandlungen auf dem G20-Umweltministertreffen in Neapel im Juli dieses Jahres war der „GACERE-Geist“ schon spürbar. Die G20-Umweltminister*innen haben anerkannt, dass Ressourceneffizienz und Kreislaufwirtschaft wichtige Instrumente zur Bekämpfung des Klimawandels und zum Erhalt einer intakten Umwelt und der biologischen Vielfalt sind. Es ist ein großer Erfolg, dass wir in Neapel eine G20-Vision formuliert haben. Wir wollen weltweit Maßnahmen vorantreiben, die zur Erreichung der relevanten Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals SDG) beitragen, insbesondere des SDG 12 „Gewährleistung nachhaltiger Verbrauchs- und Produktionsmuster“.

Auf dem ersten hochrangigen GACERE-Treffen am 14. September haben wir uns vor allem auf drei Schwerpunktfelder konzentriert, bei denen die Kreislaufwirtschaft besondere Wirkung entfalten kann: den Klimaschutz, ein umweltgerechtes Recycling sowie die biologische Vielfalt. Diese Themen werden auch die Agenda der COP26 zum Klimawandel und der COP15 zur biologischen Vielfalt sowie die nächste Sitzung der Umweltversammlung der Vereinten Nationen im Februar 2022 bestimmen.

Wir stellen fest, dass Regierungen überall auf der Welt ein starkes Interesse am „building back better“ haben, an einem Neustart hin zur Nachhaltigkeit, und dass die Bürger*innen diesen Wandel auch erwarten. Das ist der beste Zeitpunkt, um die Richtung zu ändern und den Weg zu einem nachhaltigen, klimaneutralen und ressourceneffizienten Modell einzuschlagen. Genau diese Mission verfolgt GACERE.

Gleichzeitig aber werden noch immer viele politische Entscheidungen gegen die Kreislaufwirtschaft getroffen, obwohl zahlreiche Studien deren Bedeutung für den Klimaschutz unterstreichen. So soll die Sortierung von Werkstoffen ab 2022 nicht mehr bei den europäischen Umweltschutzbeihilfen berücksichtigt werden. Dadurch aber würden Kunststoffrecycling und Rezyklatherstellung so verteuert, dass die Klimaziele und die Ziele der EU-Kunststoffstrategie kaum erreicht würden. Was unternehmen Sie, um diesen Widerspruch aufzulösen?

Virginijus Sinkevičius: Der Aufbau und die Förderung der Kreislaufwirtschaft sind in der Tat von entscheidender Bedeutung für die Verwirklichung unserer Ziele in Bezug auf den Klima- und Umweltschutz sowie den Erhalt der biologischen Vielfalt. Die Schließung des Kreislaufs bei Kunststoffen ist ein Teil davon. Wir brauchen Maßnahmen auf allen Stufen des Lebenszyklus und der Wertschöpfungskette, beginnend mit einem besseren recyclinggerechten Design, einer besseren Sammlung und Sortierung, einem verstärkten Recycling und schließlich der Aufnahme von Rezyklaten in neue Produkte.

Zurzeit ergreifen wir ganz konkrete Maßnahmen, um Kunststoffe fit für die Kreislaufwirtschaft zu machen. So überarbeiten wir die EU-Verpackungsrichtlinie, damit bis 2030 auch Kunststoffverpackungen wiederverwendbar oder auf wirtschaftlich tragfähige Weise recycelbar sind. Zugleich hat die Umsetzung des 2018 verabschiedeten ehrgeizigen europäischen Abfallpakets in den Mitgliedsstaaten begonnen. Dadurch wird sich auch die getrennte Sammlung und Sortierung von Kunststoffen verbessern und das Recycling von Kunststoffverpackungen bis 2025 auf 50 Prozent sowie bis 2030 auf 55 Prozent erhöhen. Damit einher geht eine größere Verfügbarkeit von Rezyklaten. Darüber hinaus gilt für Hersteller*innen, die Kunststoffverpackungen und andere Einwegprodukte aus Kunststoff auf den Markt bringen, das Verursacherprinzip. Wir wollen erreichen, dass Kunststoffabfälle zu einem wirklich wertvollen Rohstoff werden. Um den Einsatz von Rezyklaten in neuen Produkten zu fördern, arbeiten wir im Rahmen der Circular Plastics Alliance intensiv mit Unternehmen zusammen. Wir sind davon überzeugt, dass alle Maßnahmen zusammen die Wirtschaft ankurbeln und zu sichtbaren Skaleneffekten führen werden. Dies alles wird dazu beitragen, die Ziele der EU-Kunststoffstrategie zu erreichen.

 Derzeit stammen jedoch nach wie vor nur durchschnittlich zwölf Prozent der in der EU eingesetzten Ressourcen aus Recyclingrohstoffen. Um hier gegenzusteuern, haben sich die EU-Mitgliedsstaaten in ihren Ratsschlussfolgerungen für verpflichtende Rezyklateinsatzquoten für Verpackungen und weitere Produkte ausgesprochen. Wie hoch sollten Ihrer Meinung nach die Einsatzquoten in der anstehenden Überarbeitung der Verpackungsrichtlinie angesetzt werden?

Virginijus Sinkevičius: In der EU-Richtlinie über Einwegkunststoffe sind bereits genaue Anforderungen an den Rezyklatanteil von Kunststoffflaschen definiert, der bis 2030 30 Prozent betragen soll. Diese EU-Vorgaben wirken als Game-Changer und haben das Potenzial, die gesamte Wertschöpfungskette zu verändern. Im neuen Aktionsplan für die Kreislaufwirtschaft haben wir uns darüber hinaus verpflichtet, Zielvorgaben für den Rezyklatanteil bei weiteren Produkten zu entwickeln: für Verpackungen, Fahrzeuge und Bauprodukte. Derzeit arbeiten wir an den Details eines konkreten Vorschlags für Verpackungen im Zusammenhang mit der anstehenden Novelle der EU-Verpackungsrichtlinie. Die Ziele sollten realistisch, aber zugleich ehrgeizig genug sein, um die Industrie zu veranlassen, von einer linearen zu einer zirkulären Wertschöpfungskette überzugehen.

Herr Sinkevičius, vielen Dank für das Gespräch.

(Interview: Silvia Brauner)

Verwandte Artikel

  1. Standards für Kunststoffrezyklate: Qualität ohne Kompromisse
  2. EU, UBA, UMK: Starke Rückendeckung für Rezyklateinsatzquoten
  3. Virginijus Sinkevičius: Kreislaufwirtschaft ist essenziell

(Foto: Europäische Kommission)

Artikel drucken
Passend zum Thema:

Einen Kommentar verfassen

eins × fünf =

Suchbegriff eingeben und mit Enter bestätigen, um zu suchen.