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28. Februar 2019 | Recycling-Experte Prof. Dr. Daniel Goldmann im Interview

Die Wertstoffwende: Von Industrie 4.0 zu Recycling 4.0

Deutschland verfügt über effiziente Abfallwirtschaftssysteme und Recyclingtechnologien – beste Voraussetzungen, um einen immer größeren Teil seiner Ressourcensicherung über Sekundärrohstoffe zu bewerkstelligen. Davon ist Prof. Dr. Daniel Goldmann überzeugt. Der Leiter des Instituts für Aufbereitung, Deponietechnik und Geomechanik an der TU Clausthal plädiert für eine weiterentwickelte Circular Economy, die alle Prozesse umfasst – angefangen beim Rohstoffeinsatz über das Design und die Produktion bis zur Abfallbehandlung und Rückführung von Wertstoffen in den Kreislauf. Deutschland hat die Chance, äußerst wettbewerbsfähige Kreislaufsysteme zu entwickeln und zu exportieren, sagt Recyclingexperte Prof. Dr. Daniel Goldmann.

Herr Professor Goldmann, woran arbeiten Sie aktuell?

Daniel Goldmann: Mein Lehrstuhl, der in diesem Jahr bereits auf eine 92-jährige Geschichte zurückblickt, hat seine Wurzeln in der Aufbereitung komplexer Metallerze. In den vergangenen Jahrzehnten hat sich der Fokus stark zum Recycling verschoben. Im eher verfahrenstechnisch dominierten Part beschäftigen wir uns mit der Aufbereitung abgelagerter Rückstände aus Bergbau und Hüttenwesen sowie Siedlungsabfalldeponien. Weitere Schwerpunkte sind Produktionsrückstände aus komplexen Produktionsprozessen und das Recycling von Konsumgüterabfällen. Hier sind konkret insbesondere Abfälle aus den Bereichen Elektronikschrott und Altfahrzeugen und in den letzten Jahren ganz verstärkt aus dem Bereich der Elektromobilität zu nennen. Dabei liegen unsere besonderen Stärken in der Fein- und Feinstkornsortierung und der hydrometallurgischen Aufbereitung. Im mehr wirtschaftsingenieurwissenschaftlichen Part entwickeln wir gemeinsam mit Kollegen anderer Fachdisziplinen übergeordnete Recyclingstrategien, die neben technologischen Lösungen, logistische, systemische und informationstechnische Verknüpfungen verbinden.

Eine langfristige Rohstoffsicherung stützt sich auf vier Säulen: Eine schonende Primärrohstoffgewinnung, eine hohe Materialeffizienz, die Substitution versorgungskritischer Materialien sowie Recycling. Welcher Stellenwert kommt aus wissenschaftlicher Sicht dem Recycling zu?

Daniel Goldmann: Weltweit drastisch ansteigende Mengen an Abfällen – ich empfehle da einen Blick auf die aktuelle Studie der Weltbank – stellen ja nicht nur eine Herausforderung für die Entsorgung dar. Sie bilden auch zunehmend große Teile des verfügbaren Rohstoffpotenzials. Insofern ist auch die generelle Entwicklung von der Entsorgungswirtschaft zur Sekundärrohstoffwirtschaft vorprogrammiert. Komplexere Produkte, breit verteilte wertvolle Inhaltsstoffe oft in geringen Konzentrationen im einzelnen Altprodukt, aber in der Summe in erheblichen Mengen, bilden die Herausforderungen für eine Multimaterialrückgewinnung in vielstufigen Prozessen. Wer hier Technik und Logistik einschließlich der Steuerung relevanter Informationen durch die gesamte Verwertungskette beherrscht, ist im globalen Wettbewerb eindeutig im Vorteil.

Sie plädieren für eine Wertstoffwende im Rahmen der Rohstoffwende. Welche Schritte müssen dazu unternommen werden? Sind hier auch die politischen Entscheider gefordert?

Daniel Goldmann: Die Antwort auf den letzten Teil Ihrer Frage kann ich eindeutig bejahen. Wirklich zielführende Ansätze liefert bereits das Deutsche Ressourceneffizienzprogramm ProgRess mit entsprechenden Handlungsempfehlungen, die sich nicht unwesentlich auch an die öffentliche Hand wenden. So sollte eigentlich der Einsatz von Rezyklaten bei Ausschreibungen der öffentlichen Hand deutlich stärker gefördert werden. Es sind aber nicht nur die politischen Entscheidungsträger, sondern auch die Verbraucher im Einzelnen sowie gesellschaftliche Gruppen gefordert. Hier müssen dann Maßnahmen der Aufklärung und Umwelt- bzw. Ressourcen-Bewusstseinsbildung beim Konsumenten greifen, um die Rückführung von Abfällen deutlich zu verbessern sowie die Akzeptanz für den Einsatz von Rezyklaten in Produkten und natürlich auch für die Errichtung von Recyclinganlagen möglicherweise vor der eigenen Haustür zu erhöhen. Sehr schnell ist man dann bei einem transdisziplinären Ansatz, da nicht nur technologische, logistische, wirtschaftliche und informationstechnische Herausforderungen, sondern auch psychologische und soziologische Fragestellungen ineinandergreifen. Um dies zu fördern, müssen wir als Techniker natürlich auch lernen, Begriffe zu verwenden, die die Herausforderungen ehrlich beschreiben, im allgemeinen Verständnis aber auch positiv belegt sind. Ein Begriff wie Sekundärrohstoff klingt offenbar für viele wie „zweite Wahl“ obwohl es dies ganz und gar nicht ist. Der Begriff Wertstoffwende kann dagegen hoffentlich stärker motivieren.

Wo liegt aus Ihrer Sicht die größte Herausforderung, um Kreislaufwirtschaft als grundlegendes ökonomisches Prinzip zu etablieren? Und an welchen Stellschrauben müssen wir drehen, um möglichst schnell sichtbare Erfolge zu erzielen?

Daniel Goldmann: Anstelle des Begriffs Kreislaufwirtschaft verwenden wir heute den erweiterten Begriff der „Circular Economy“, wie er von der EU definiert wurde, da vom Rohstoffeinsatz über Design, Konstruktion, Produktion, Abfallbehandlung und Rückführung von Wertstoffen in den Kreislauf alles zusammen gedacht werden muss. Einschließlich des Informationsmanagements entlang der kompletten Kette, also die Erweiterung von Industrie 4.0 zu Recycling 4.0. Die Komplexität der Produktionsprozesse, der Produkte und der Distribution steigt stetig. Wer diese Systeme aber vernetzen kann und teilweise mit unternehmensübergreifenden Unternehmensrechnungen auch betriebswirtschaftliche Modelle jenseits rein innerbetrieblicher Lösungen schaffen kann, hat beste Chancen, große ungenutzte Potenziale im System zu heben. Wir in Deutschland und Europa haben hier eine große Chance, weltweit äußerst wettbewerbsfähige Systeme zu entwickeln, zu betreiben und gegebenenfalls zu exportieren.

Herr Prof. Dr. Goldmann, vielen Dank für das Gespräch.(SB)

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(Foto: privat)

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