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17. März 2020 | Geschäftsführer Bernhard Pointner im Interview

Berchtesgardener Land: Nachhaltigkeit braucht faire Preise

Faire Milchpreise, regionale Erzeugung und ein konsequenter Klima- und Ressourcenschutz: Mit ihrem Geschäftsmodell hat sich die Molkerei Berchtesgadener Land über die Grenzen Bayerns hinaus einen Namen gemacht. Statt sich am Preisdumping zu beteiligen, setzt das genossenschaftlich organisierte Unternehmen auf eine verantwortungsvolle und durchgängig nachhaltige Wertschöpfungskette. 2019 wurde die Molkerei für ihr Engagement mit dem Deutschen Nachhaltigkeitspreis ausgezeichnet. Welche Handlungsfelder dabei im Mittelpunkt stehen, erläutert Geschäftsführer Bernhard Pointner im recyclingnews-Interview.

Herr Pointner, welche Rolle spielt das Thema Nachhaltigkeit für die Molkerei Berchtesgadener Land? Welche Ziele stehen im Fokus?

Bernhard Pointner: Das Prinzip Verantwortung für Mensch, Tier und Natur zu übernehmen, leitet unser unternehmerisches Handeln seit der Gründung im Jahr 1927. Dokumentiert wird unser Engagement seit sechs Jahren im Nachhaltigkeitsbericht, in dem die drei wichtigsten Handlungsfelder „kleinbäuerliche Strukturen“, „umweltverträgliche Landwirtschaft“ und „nachhaltige Wertschöpfungskette“ dargestellt werden. Im Fokus steht zum einen ein weiterhin überdurchschnittlicher fairer Milchpreis für unsere Landwirte, zum anderen unser Anspruch, die Gräben zwischen Landwirtschaft und Gesellschaft zu überwinden. Dazu werden wir die vielfältigen Leistungen für Tierwohl, Biodiversität und Klimaschutz durch unsere Landwirte sowie in der Molkerei aufzeigen und für Verbraucher erlebbar machen.

Welche Bedeutung haben faire Lebensmittelpreise für die Umsetzung Ihrer Nachhaltigkeitsstrategie?

Bernhard Pointner: Die Molkerei Berchtesgadener Land ist eine Genossenschaft und so gesehen im Eigentum der 1700 Landwirte. Diese bewirtschaften ihre bäuerlichen Familienbetriebe mit durchschnittlich 27 Kühen. Zuallererst wollen wir diese kleinbäuerlichen Strukturen erhalten. Deshalb zahlen wir seit Jahren den deutschland- und österreichweit höchsten Milchpreis. Diese faire Bezahlung garantiert unseren Landwirten ein geregeltes Einkommen, das es ihnen ermöglicht Rücklagen für zukünftige Investitionen bilden zu können. Wie bei allen Unternehmen fallen auch in der Landwirtschaft laufend Reparaturen und Investitionen in Gebäude und Maschinen aber auch Hygienemaßnahmen und Tierwohl an. Nur so bleibt der Betrieb zukunftsfähig.

Wir sind überzeugt, dass sich mit fortschreitendem Strukturwandel in der Landwirtschaft die Biodiversität, aber auch der Tourismuswert der Alpenregion massiv verändern würde, weil damit eine zunehmende Verbuschung der Landschaft einherginge. Das gilt es zu verhindern.

Damit wir weiterhin faire Milchpreise an die Landwirte bezahlen können, müssen auf der anderen Seite der Lebensmittelhandel und der Verbraucher weiterhin bereit sein, einen etwas höheren Preis für unsere Produkte und damit auch für unsere Nachhaltigkeitsstrategie zu bezahlen. Qualität muss ihren Preis haben.

Was tun Sie, um die Rohstoff- und Energieeffizienz entlang der Wertschöpfungskette zu verbessern?

Bernhard Pointner: Wenn man auf unseren wichtigsten Rohstoff – die Milch – blickt, dann arbeiten wir seit Jahren daran, die Erfassung zu optimieren. Diese wurde schrittweise auf einen zweitägigen Rhythmus umgestellt. Dementsprechend sank der Dieselverbrauch und damit die CO2-Emissionen kontinuierlich. 2011 wurden mit 1 Liter Diesel 351 Liter Milch aus der Bergregion zur Molkerei gefahren, 2018 konnte die Menge auf 487 Liter gesteigert werden, weil bereits 88,4 Prozent der Betriebe auf „zweitägige Erfassung“ umgestellt werden konnten.

Bei den Bio-Rohstoffen stellen wir seit einigen Jahren schrittweise auf Bio & Fair-Qualität um. Der eingesetzte Zucker beispielsweise wird über die WeltPartner eG in Ravensburg bezogen und stammt von Manduvira, einer 1750 Mitglieder großen, fair-zertifizierten Kooperative aus Paraguay. Dort wird nicht nur Zuckerrohr unter fairen und anerkannt ökologischen Bedingungen angebaut. Seit 2014 wird in der von der Kooperative gebauten Zuckermühle außerdem das geerntete Zuckerrohr vor Ort zu Rohrohrzucker verarbeitet – dies ermöglicht eine größere Wertschöpfung für die Erzeuger dort. Neben Zucker werden außerdem Kakao, Bananen und Mangos inzwischen in Bio & Fair-Qualität in unseren Bio-Milchprodukten verarbeitet.

Stichwort Ressourceneffizienz: Ressourcen lassen sich einsparen, indem man sie im Kreislauf führt und immer wieder nutzt. Welche Rolle spielen die Kreislaufführung und das Recycling in Ihrem Unternehmen? Können Sie ein Beispiel nennen? 

Bernhard Pointner: Die Molkerei Berchtesgadener Land setzt schon seit Jahrzehnten auf Glas als Verpackungsmaterial. Neben Milch in der 1 Liter Mehrweg-Glasflasche wird seit Mitte der 1990er Jahre auch Schlagrahm in der ½ Liter Flasche angeboten. Die nicht zuletzt durch den Greta-Effekt ausgelöste anhaltend starke Nachfrage nach Glasgebinden führt dazu, dass die Anlage inzwischen zu 100 Prozent ausgelastet ist. Um zukünftig weitere Produkte in Mehrwegglas anbieten zu können, laufen aktuell die Planungen für eine neue Mehrweg-Glasanlage auf Hochtouren.

Kreislaufwirtschaft forcieren wir auch in der Tierhaltung und zahlen seit 2017 einen Weidezuschlag. Denn einer der großen CO2-Speicher ist der Humus. So sind in einer zusätzlichen Tonne Humus 1,8 Tonnen CO2 gespeichert. Was vielen nicht bekannt ist: Grünland enthält mehr Humus als Ackerflächen, und Kühe auf der Weide fördern den Humusaufbau aktiv. So wird durch die Bisse und Tritte der Kühe das Graswachstum angeregt und durch die Unterstützung des Bodenlebens ein gesundes Boden-Tier-Luft-System gefördert. Letzteres ist die Grundlage für den Aufbau von Humus. Futter, das nicht gemäht, geerntet und zum Hof gefahren werden muss und Gülle, die bereits auf der Wiese anfällt, sparen außerdem Transportenergie und die Böden werden nicht durch schwere Fahrzeuge verdichtet.

Damit Ihre hochwertigen Milchprodukte den Konsumenten auch in hoher Qualität zugute kommen, sind Verpackungen unumgänglich. Doch diese stehen derzeit in der Kritik, auch Getränkekartons sind nicht unumstritten. Welche Ansätze gibt es bei Ihnen, um Verpackungen nachhaltig und recyclinggerecht zu gestalten?

Bernhard Pointner: Mit jedem Kilometer, den verpackte Milch auf dem Weg zum Verbraucher gefahren wird, verschlechtert sich die 1 Liter Glas-Mehrwegflasche in der Gesamtökobilanz. Wir bieten Milch daher neben der 1 Liter-Mehrwegflasche auch im TetraPak – also in einer Kartonverbundverpackung – an. 2018 haben wir damit begonnen, auf biobasiertes Material umzustellen. Heute wird die 1 Liter-Frischmilch komplett in diesen zu über 90 Prozent aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellten Verpackungen angeboten. Der Papieranteil ist FSC-zertifiziert aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern, die Kunststoffbeschichtung wird aus Zuckerrohr hergestellt. Diesen Weg verfolgen wir konsequent weiter. In Kürze stellen wir weitere Kartonflaschen auf dieses Material um, auch bei H-Milch laufen die ersten Abfülltests für die Umstellung.

Bei den Bechern für unsere Molkereiprodukte setzen wir auf den so genannten Zweikomponentenbecher. Er besteht aus einem dünnen Kunststoffbecher, der seine Stabilität durch die fsc-zertifizierte Pappmanschette erhält: Alle drei Elemente dieses Bechers können getrennt und so dem Recycling zugeführt werden. Alufolie und Kunststoffbecher gehören in den meisten Kommunen in den Gelben Sack, die Pappmanschette kann in die Papiertonne. Hier werden wir in diesem Jahr weitere Produkte umstellen.

Außerdem werden wir in Kürze auf die Kunststoff-Stülpdeckel als Wiederverschluss im konventionellen Sortiment komplett verzichten. Kunden können im Rahmen einer Sammelaktion gratis Bienenwachstücher als nachhaltige Alternative zum Wiederverschluss der Becher bekommen. Mit diesen Maßnahmen sparen wir jährlich zusammen 137 Tonnen Plastik ein.

Welche Meilensteine will die Molkerei Berchtesgardener Land in puncto Kreislaufwirtschaft und Nachhaltigkeit in den kommenden fünf Jahren erreichen?

Bernhard Pointner: Wir wollen weiterhin einen überdurchschnittlichen Milchpreis an unsere Landwirte bezahlen. Dazu werden wir neben der Produktqualität unser Nachhaltigkeitsengagement als weitere Qualitätsdimension kontinuierlich ausbauen, damit Verbraucher bereit sind, für unsere Premiumprodukte etwas mehr Geld auszugeben. Damit geht auch einher, dass wir die kleinbäuerlichen Strukturen erhalten wollen und den Strukturwandel in der Landwirtschaft wie schon in der Vergangenheit so niedrig wie möglich halten wollen.

Milch ist bei uns die wichtigste Produktgruppe. Hier werden wir den Anteil an Mehrwegglas weiter steigern. Das dazu nötige neue Gebäude und die Abfüllkapazitäten werden ab 2021 zur Verfügung stehen. Für die Bio-Flaschenmilch suchen wir außerdem weitere Umsteller für die bio-dynamische Landwirtschaft, um auch hier die Abfüllmengen zu steigern und die Nachfrage decken zu können. Die restliche Milch von Berchtesgadener Land wird dann in der nachhaltigen biobasierten Kartonverpackung angeboten werden, sodass dafür kein Rohöl, sondern der nachwachsende Rohstoff Zuckerrohr für die Kunststoffbeschichtung zum Einsatz kommt. Die Recyclingquote von Kartonverbundpackungen liegt heute schon bei 77,6 Prozent. Mit Informationskampagnen werden wir die Verbraucher über das Recycling der Kartonverpackungen und die dazu nötige richtige Entsorgung über den Gelben Sack informieren.

Herr Pointner, vielen Dank für das Gespräch. (SB)

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(Foto: Molkerei Berchtesgardener Land)

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