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22. April 2021 | Reportage vor Ort

Sonderabfall-Zwischenlager – Entsorgung auf Nummer sicher

Ein Fall für echte Profis: Der fachgerechte Umgang mit gefährlichen Abfällen gehört für die Spezialist*innen der ALBA Nord GmbH zum Alltag. Sie unterstützen Unternehmen und Privathaushalte bei der Sammlung und Entsorgung von Chemikalien, Altöl, Farben & Co. – und achten dabei penibel auf die Einhaltung der komplexen rechtlichen Vorgaben. Schaltzentrale und erste Anlaufstelle ist das eigene Sonderabfall-Zwischenlager in Rom. Hier werden die Abfälle genauestens geprüft, vorbehandelt und bis zur endgültigen Verwertung sicher aufbewahrt.

Alle Wege führen nach Rom – zumindest wenn es um die Entsorgung und Zwischenlagerung gefährlicher Abfälle in Mecklenburg-Vorpommern geht. Der kleine Ort mit dem großen Namen liegt im Landkreis Ludwigslust-Parchim und zählt gerade einmal 800 Einwohner*innen. „Naja, mehr als fünf Wege führen tatsächlich nicht hinein“, sagt Katharina Schlapmann augenzwinkernd. „Da ist der Standort der ALBA Nord GmbH kaum zu verfehlen.“

Auf dem weitläufigen Gelände am Ortsausgang findet sich neben einem „ganz normalen“ Recyclinghof, dem Verwaltungsgebäude sowie zahlreichen Container- und Lkw-Stellplätzen unter anderem auch eine 540 Quadratmeter große Halle – das Sonderabfall-Zwischenlager. Gut abgeschirmt, geschützt und sortiert stapeln sich hier Gefahrgutfässer und spezielle Sicherheits-Lagercontainer aus Stahl. „Pro Jahr können wir rund 2.400 Tonnen Sonderabfälle zwischenlagern und behandeln – das heißt, zum Beispiel in größere Gebinde umfraktionieren“, erläutert Katharina Schlapmann, die den Standort seit 2015 leitet. Die Sicherheit für Mensch und Umwelt hat dabei natürlich oberste Priorität. Für das Umfüllen von Lösungsmitteln etwa gibt es spezielle Tische mit zusätzlichen Belüftungsvorrichtungen, zudem verfügen alle Mitarbeiter*innen über einen Koffer mit persönlicher Schutzausrüstung – von Schutzanzügen, Stiefeln und Atemmasken bis zu Brillen und Augenspüllösung. „Die volle Montur wird nicht immer gebraucht, aber Handschuhe sind zu 99 Prozent im Einsatz“, sagt Katharina Schlapmann.

Farben als größte Fraktion

Besondere Maßnahmen für besondere Stoffe: Als Sonderabfälle werden im allgemeinen Sprachgebrauch Abfälle bezeichnet, die im Europäischen Abfallverzeichnis (EAV) als gefährlich eingestuft und mit einem Sternchen (*) gekennzeichnet sind. Das Team der ALBA Nord kennt sie alle. Säuren, Öle, Altbatterien, Reinigungsmittel oder Chemikalien – die Entsorgungsprofis holen die heikle Fracht mit speziell ausgerüsteten Fahrzeugen bei Gewerbekund*innen ab und organisieren im Auftrag von Kommunen zudem die mobile Schadstoffsammlung. Am Standort in Rom können Bürger*innen und Kleingewerbetreibende ihre Sonderabfälle aber auch selbst abgeben.

„Die größte Fraktion sind Farben“, erläutert Katharina Schlapmann. „Wir prüfen allerdings genau, ob auch wirklich das in den Eimern, Dosen und Fässern drin ist, was die Kund*innen deklariert haben. Alles, was hier ankommt, wird von unserer Chemikerin kontrolliert – erst dann werden die Stoffe zur Lagerung in geeignete Behälter umgefüllt.“ Bei Farben dauert es rund zwei Wochen, bis ein solcher Container voll ist und in die Sondermüll-Verbrennungsanlage abtransportiert werden kann. Bei speziellen Fraktionen wie Quecksilber kann das Monate dauern. „Die maximale Zwischenlagerzeit beträgt ein Jahr – danach muss alles raus“, erläutert Katharina Schlapmann.

Transparenz in der gesamten Prozesskette

Die genaue Dokumentation sämtlicher Stoffe, Mengen und Prozessschritte ist dabei ein absolutes Muss. „Hier läuft nichts ohne Papiere“, so Katharina Schlapmann. Gut, dass es Fachleute gibt, die sich auskennen. Die ALBA Nord erledigt alle Formalitäten für ihre gewerblichen Kund*innen, holt zum Beispiel die erforderlichen Genehmigungen ein, erstellt Begleitpapiere und transportiert den Sonderabfall entsprechend der gesetzlichen Bestimmungen, Richtlinien und Normen. Seit 2010 das so genannte elektronische Abfallnachweisverfahren (eANV) eingeführt wurde, funktioniert fast alles digital: Mit dem eANV-Portal ALBAsigner bietet das Unternehmen den Beteiligten maximale Transparenz – und die Möglichkeit, die fachgerechte Entsorgung der Sonderabfälle jederzeit nachzuverfolgen.

„Langweilig wird es hier nie“

Die hohen Sicherheits- und Umweltschutz-Auflagen zu erfüllen, ist für die Römer*innen Routine. „Eine Herausforderung liegt eher im erheblichen Anstieg der Mengen“, sagt Katharina Schlapmann. Gerade auch in den privaten Haushalten zeige sich, dass Abfälle mehr und besser getrennt werden. „Das ist zunächst einmal ein gutes Zeichen, offenbar ist das Umweltbewusstsein stärker ausgeprägt als früher. Andererseits werden aber auch die Kapazitäten knapp.“ Katharina Schlapmann nimmt es sportlich. „Jeden Tag eine neue Herausforderung, das gefällt mir. Wenn ich morgens in den Betrieb komme, weiß ich nie genau, was mir an diesem Tag begegnet – langweilig wird es in Rom garantiert nicht.“ (Karin Thissen)

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(Foto: wellphoto – stock.adobe.com)

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