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7. Dezember 2021 | Nachgefragt: Bewährte Infrastruktur bei PPK-Verwertung in Gefahr?

PPK-Recycling: Warum die Papierindustrie auf dem Holzweg ist

Ein gut funktionierender Kreislauf: Fast 90 Prozent der in Deutschland in Verkehr gebrachten Verpackungen aus Papier, Pappe und Karton (PPK) werden wiederverwertet und als Recyclingrohstoff für neue Produkte genutzt. Um die Verwertungsquoten weiter zu erhöhen, hat die deutsche Papierindustrie die Herausnahme von PPK aus den dualen Systemen ins Gespräch gebracht. Aus Sicht des BDE Bundesverbandes der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Rohstoffwirtschaft e. V. geht diese Forderung in die falsche Richtung, weil sie den über Jahrzehnte etablierten Altpapierkreislauf untergräbt.

Gastbeitrag von Bernhard Schodrowski, Leiter Kommunikation, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit beim BDE

Im zu Ende gehenden Jahr ist zwischen Corona-Pandemie und Klimadiskussion ein Jubiläum fast untergegangen. Am 12. Juni 2021 konnten wir den dreißigsten Geburtstag der Verpackungsverordnung (des heutigen Verpackungsgesetzes) feiern. Im Jahr 1991 hatte der Deutsche Bundestag diese Verordnung auf Initiative des damaligen Bundesumweltministers Klaus Töpfer beschlossen. Seitdem sind Unternehmen dazu verpflichtet, ihre in Umlauf gebrachten Verpackungen wieder zurückzunehmen und einer ordnungsgemäßen Verwertung zuzuführen. Ihre Verwertungspflichten haben die einzelnen Unternehmen in einem besonderen Verbund zusammengefasst: in den dualen Systemen. Sie sind nicht nur Bindeglied für alle relevanten Akteur*innen der Recycling- und Entsorgungswirtschaft, sondern vielfach auch Ideenschmiede für zukunftsweisende Innovationen im gesamten Wirtschaftszweig.

Verwertungsquote auf hohem Niveau

Ein Stoffstrom, bei dem dieses System besonders gut funktioniert, ist die Fraktion Papier, Pappe und Kartonagen, im Branchensprech „PPK“ genannt. Altpapierentsorgungsunternehmen sammeln Abfälle dieser Art in Blauen Tonnen getrennt und stellen mithilfe modernster Sortieranlagen die notwendige Qualität des Altpapiers sicher, um ein optimales Recycling zum Wiedereinsatz in neuen Papierprodukten zu ermöglichen.   

Die PPK-Verwertungsquote ist in Deutschland auf einem sehr guten Niveau. 2019 lag der Wert bei rund 88 Prozent und damit deutlich über dem selbstgesteckten Ziel von mindestens 80 Prozent. Es sind also die Unternehmen der Kreislaufwirtschaft, die durch hochwertige Abfallbehandlung und Sortierung bestmögliche Voraussetzungen für den Einsatz von Recyclingrohstoffen in der Papier- und Kartonagenherstellung schaffen und nebenbei die Forderungen der Papierproduzenten erfüllen.

Lösungsansatz: Erfassungsqualität optimieren

Angesichts der hervorragenden Recyclingerfolge ist es verwunderlich, dass die Papierindustrie das bestehende und bewährte System in Frage stellt. Sicherlich ist es lobenswert, noch höhere Verwertungsquoten erreichen zu wollen. Das Herauslösen von Papier, Pappe und Karton aus den dualen Systemen zu diesem Zweck ist dabei jedoch nicht zielführend. Vielmehr wäre eine weitere Verbesserung der Erfassungsqualität von Altpapier durch die Verminderung von Fehlwürfen das Mittel der Wahl, die man durch gezielte Öffentlichkeitsarbeit erreichen kann.

Europarechtliche Bedenken

Die von der Papierindustrie gewünschte Verantwortungsübertragung auf ihre Branche ist wenig hilfreich. Sie sorgt lediglich für eine Fragmentierung des bewährten Systems und führt nicht zu höheren Verwertungsquoten. Das im Vorfeld der Bundestagswahlen vorgelegte Positionspapier der Papierindustrie hat die Entsorgungswirtschaft überrascht und mehr offene Fragen hinterlassen als Antworten gegeben. So ist insbesondere unklar, ob der im Positionspapier skizzierte Weg mit europarechtlichen und nationalen Vorgaben zur Produktverantwortung überhaupt kompatibel wäre.

Drohende Marktschließung

Darüber hinaus erscheinen auch kartellrechtliche Aspekte nicht hinreichend geklärt. Denn durch eine Herausnahme von PPK aus dem Systemgeschäft könnte eine Marktschließung in diesem Bereich drohen. Der Hauptgrund für den Verbleib im Systemgeschäft ist aber die Sicherung und Weiterentwicklung der qualitätsorientierten Erfassung von Papier, Pappe und Karton in den kommunalen Gebietskörperschaften. Sie hat sich über die Jahre bewährt. Die jetzt von der Papierindustrie geforderte Herauslösung würde diese deutlich erschweren, wenn nicht gar unmöglich machen.

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(Foto: ALBA Group / Amin Akhtar)

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